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Nutzen Unternehmen Big Data, sind mehr als neun von zehn Führungskräften (92 Prozent) mit den erzielten Ergebnissen zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt die Umfrage „Big Success with Big Data“ von Accenture unter mehr als 1.000 Teilnehmern aus 19 Ländern. 

89 Prozent der Befragten meinen, dass Big Data sehr oder extrem wichtig für den digitalen Wandel ihres Geschäfts ist. 82 Prozent sind überzeugt, dass Big Data einen signifikanten Wertbeitrag für das Unternehmen liefert. In Deutschland weichen die Werte leicht vom globalen Durchschnitt ab: 85 Prozent sind mit den erzielten Ergebnissen zufrieden, 90 Prozent sehen die Relevanz für den digitalen Wandel und 77 Prozent sind der Meinung, dass Big Data einen erheblichen Wertbeitrag liefert.

„Unternehmen reden nicht mehr nur darüber, was mit Big Data möglich ist – sie nutzen entsprechende Technologien, um greifbare Resultate zu erzielen. Dazu gehören höhere Einnahmen, mehr Kundentreue und effizientere Abläufe“, sagt Astrid Bohé, Leiterin des Bereiches Digital Analytics Business. „Unternehmen haben erkannt, dass Big Data einer der Eckpfeiler der digitalen Transformation ist.“

So kann ein Telekommunikationsanbieter anonymisierte Standortdaten von WLAN-Zugangspunkten für Werbung auf mobilen Geräten in Echtzeit nutzen. Versorgungsunternehmen können Echtzeit-Daten von Sensoren in Wasserleitungen verarbeiten, um Materialfehler besser vorherzusagen und schneller auf Lecks zu reagieren.

„Heutzutage können selbst einfache Gegenstände wie Wasserleitungen Daten sammeln und bereitstellen. Durch das Internet der Dinge wachsen Datenquellen und -mengen rasant. Neue Big Data-Technologien helfen dabei, Erkenntnisse aus den Datenbergen zu gewinnen. Unternehmen, die keine Big Data-Lösungen einsetzen, verschenken einen klaren Wettbewerbsvorteil”, sagt Astrid Bohé.

Deutsche Unternehmen nutzen Big Data bevorzugt für Produktentwicklung

Für mehr als neun von zehn der Befragten weltweit (94 Prozent) dient Big Data schon jetzt zur Identifizierung neuer Umsatzpotenziale. 90 Prozent nutzen Big Data um Kunden zu halten und zu gewinnen, 89 Prozent für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. In deutschen Unternehmen treibt vor allem die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen den Einsatz von Big Data (94 Prozent), gefolgt von der Erschließung neuer Umsatzpotenziale (89 Prozent) sowie Kundenbindung und -gewinnung (78 Prozent).

Nach den positiven Auswirkungen von Big Data auf ihren Geschäftserfolg gefragt, nennen 56 Prozent der weltweiten Studienteilnehmer das Erschließen neuer Umsatzpotenziale (Deutschland 33 Prozent). Die Hälfte der Befragten (weltweit 50 Prozent, Deutschland 51 Prozent) sieht neue Impulse für die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. 47 Prozent beobachtet Verbesserungen bei der Kundenbindung und –gewinnung (Deutschland 59 Prozent). 51 Prozent stellen fest, dass sich durch Big Data das Einkaufserlebnis positiv verändert (Deutschland 39 Prozent).

In den kommenden Jahren versprechen sich die befragten Manager weltweit besonders positive Auswirkungen von Big Data auf das Management von Kundenbeziehungen (63 Prozent), auf die Produktentwicklung (58 Prozent) und auf das operative Geschäft (56 Prozent). Anders stellen sich die Erwartungen in Deutschland dar: Hierzulande misst das Gros der Unternehmen Big Data einen besonders großen Nutzen bei, wenn es um die Entwicklung von Produkten (71 Prozent) geht. 60 Prozent erwarten Verbesserungen im operativen Geschäft, 38 Prozent bei Kundenbeziehungen.

Herausforderungen bei der Einführung von Big Data

Nach den größten Herausforderungen in ihrem Unternehmen gefragt, gaben die Studienteilnehmer an:

  • Sicherheit (51 Prozent weltweit, 44 Prozent in Deutschland)
  • Budget (47 Prozent weltweit, 44 Prozent in Deutschland)
  • fehlendes Fachwissen für die Big Data-Implementierung (41 Prozent weltweit, 29 Prozent in Deutschland)
  • Betrieb von Big Data und Analytics (37 Prozent weltweit, 17 Prozent in Deutschland)
  • Systemintegration (35 Prozent weltweit, 33 Prozent in Deutschland).

„Die Unternehmen haben erkannt, dass keine Lösung sämtliche Aspekte abdeckt“, sagt Astrid Bohé. „Wenn ein spezifischer Ansatz nicht funktioniert, kann ein anderer gewählt und aus der Erfahrung gelernt werden. Am Anfang sollten kleine Projekte umgesetzt werden und die Erwartungen realistisch sein. Anstatt alles auf einmal zu versuchen, sollten die Ressourcen genutzt werden, um den Nutzen in einem Bereich aufzuzeigen und Schritt für Schritt weiterzugehen.“

Stellenwert von Big Data in großen und kleineren Unternehmen

Die Umfrage zeigt auch, dass Big Data in großen Unternehmen (mit weltweitüber 10 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz) einen anderen Stellenwert genießt als in kleineren Unternehmen (mit weniger als 500 Millionen US-Dollar Umsatz im Jahr): Während zwei von drei Führungskräften (67 Prozent) in großen Unternehmen Big Data als sehr wichtig ansehen, sind nur 43 Prozent der Befragten in kleineren Unternehmen vom Nutzen überzeugt. Führungskräfte in großen Unternehmen haben ein besseres Verständnis des Leistungsspektrums von Big Data und nutzen mehr Datenquellen, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Dazu gehören beispielsweise Daten aus sozialen Netzwerken (54 Prozent vs. 29 Prozent), Bilddaten (50 Prozent vs. 29 Prozent) und unstrukturierte Daten (49 Prozent vs. 36 Prozent). Und drei von fünf Befragten (62 Prozent) in großen Unternehmen haben die Unterstützung des Vorstands bei Big-Data-Projekten. Bei den kleinen Unternehmen sind es 42 Prozent, so die Umfrageergebnisse.

Handlungsempfehlungen

Aus den Umfrageergebnissen lassen sich Empfehlungen für Unternehmen ableiten, mit denen sie die besten Ergebnisse mit Big Data-Projekten erzielen können:

  1. Das gesamte Big Data-Ökosystem erkunden und geschickt vorgehen: Datenquellen und Technologien entwickeln sich ständig weiter. Unternehmen müssen aufmerksam bleiben und Potenziale erschließen, beispielsweise von neuen Technologien.
  2. Klein anfangen und dann wachsen: Unternehmen sollten nicht alles auf einmal wollen, sondern sich erst auf einen Geschäftsbereich fokussieren und den Nutzen von Big Data zeigen, beispielsweise mit einem Pilotprojekt oder einer Machbarkeitsstudie.
  3. Wissen aufbauen: Laut den Umfrageergebnissen ist der Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen bei Big Data. Unternehmen müssen daher ihre Mitarbeiter weiterbilden, um die benötigten Kenntnisse aufzubauen. Mit 54 Prozent weltweit und 50 Prozent in Deutschland hat etwa die Hälfte der Befragten angegeben, dass ihre Unternehmen bereits entsprechende Weiterbildungen für ihre Mitarbeiter entwickelt haben. Das Gros der Unternehmen setzt auch auf externe Expertise: Lediglich fünf Prozent weltweit und zwölf Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, ausschließlich eigene Mitarbeiter für die Implementierung von Big Data einzusetzen.

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage „Big Success with Big Data“ sind online verfügbar.

www.accenture.com/de-de/

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