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Ablenkung

Internationale Umfrage von Future of Workplace zeigt die größten Ablenkungen im Großraumbüro. Die Generation Z ist am produktivsten, wenn sie eine Geräuschkulisse um sich herum hat - Babyboomer hingegen brauchen Ruhe für die Arbeit.

Mehr als die Hälfte der Generation Z (55 Prozent) und der Millennials (56 Prozent) bevorzugen es, in offenen Großraumbüros zu arbeiten – trotz der damit verbundenen Störfaktoren. Dies ergab eine internationale Studie von Future Workplace im Auftrag des Unified Communications Unternehmens Plantronics, Inc. ("Poly") (NYSE: PLT) unter 5.150 Büroangestellten. Die Ergebnisse zeigen, wie verschiedene Generationen über ihre Arbeitsumgebung denken: Wie ist die Bürodynamik, was fördert ihre Produktivität und wie gehen die Mitarbeiter mit Ablenkungen und Störungen um?

Vor allem laute Gespräche gehören zu den größten Aufregern des Büroalltags: Fast alle Beschäftigten (99 Prozent) fühlen sich an ihrem persönlichen Arbeitsplatz abgelenkt oder gestört. Mehr als die Hälfte gab an, dass sie Schwierigkeiten hat, Telefonaten zu folgen oder selbst verstanden zu werden (51 Prozent). Viele können sich aufgrund von Geräuschen schlechter fokussieren (48 Prozent). 67 Prozent aller Befragten sagen zudem, dass sie vor allem laut telefonierende Kollegen als störend empfinden, 65 Prozent fühlen sich abgelenkt durch die Unterhaltungen der neben ihnen sitzenden Mitarbeiter.

Treffen der Generationen

Gerade Vertreter der Generation Z und der Millennials bevorzugen trotzdem die Arbeit im Open Office:

  • Jeder zweite und junge Beschäftigte bevorzugt eine offen gestaltete Arbeitsumgebung: 55 Prozent der Generation Z und 56 Prozent der Millennials arbeiten lieber in Open Offices im Vergleich zu 47 Prozent der Generation X und 38 Prozent der Babyboomer.
     
  • Mehr als die Hälfte der Generation Z (52 Prozent) gibt an, dass sie am produktivsten ist, wenn sie mit einer gewissen Geräuschkulisse arbeitet oder zwischendurch mal mit anderen sprechen kann. Ganz anders bei den Babyboomern: Für zwei Drittel braucht es Ruhe für produktives Arbeiten.
     
  • Zudem schätzen gerade die jüngeren Generationen Kommunikation und Zusammenarbeit: 20 Prozent der Generation Z verbringen mindestens den halben Tag mit Telefon-, Video- oder Gruppengesprächen. Zum Vergleich: Bei den Babyboomern trifft das nur auf nur sieben Prozent zu.

„Mit der Generation Z kommt eine Vielzahl von Menschen neu auf den globalen Arbeitsmarkt. Wir haben in der Studie herausgefunden, dass ihr Arbeitsstil sich sehr von dem der vorigen Generationen unterscheidet", sagt Jeanne Meister, Gründungspartnerin von Future Workplace. „Es arbeiten jetzt vier Generationen unter einem Dach – das zwingt Unternehmen dazu, traditionelle Büroumgebungen zu überdenken und zu überlegen, wie die verschiedenen Mitarbeiter produktiv arbeiten können."

Im Vergleich zu älteren Genrationen gelingt es der Generation Z und den Millennials besser, mit Ablenkungen umzugehen.

  • 35 Prozent der Generation Z nutzen Kopfhörer, um nicht abgelenkt zu werden. Nur 16 Prozent der Babyboomer tun das gleiche.
     
  • Vier von zehn aus der Generation Z und der Millennials ziehen sich zum Arbeiten in andere Räume mit bequemerer Ausstattung wie Couch oder gepolsterten Stühlen zurück. Die Hälfte der Babyboomer bleibt hingegen an ihrem primären Arbeitsplatz.
     
  • Dreimal so viele Babyboomer wie Angehörige der Generation Z geben zu, noch nicht die richtige Lösung gefunden zu haben, um Ablenkungen im Großraumbüro zu vermeiden.

Drei von vier Personen würden sich eigenen Angaben zufolge im Büro noch wohler fühlen und produktiver sein, wenn Arbeitgeber mehr tun würden, um Störfaktoren am Arbeitsplatz zu reduzieren. Neun von zehn Befragten geben an, dass es sie frustriert, bei Telefon- oder Videoanrufen abgelenkt zu werden. 56 Prozent sind überzeugt, dass dies durch bessere Technologie und die Reduzierung von Hintergrundgeräuschen vermieden werden könnte. Separate Räume oder Ruhezonen, eine Anpassung der Büroaufteilung sowie vorgeschriebene Richtlinien für einen angemessenen Geräuschpegel wären gute Lösungen, so jeder zweite Befragte.

„Im Büro stoßen verschiedene Arbeitsweisen und Generationen räumlich aufeinander. Somit ist es kein Wunder, dass es zu gegenseitigen Störungen kommt", sagt Amy Barzdukas, CMO und Executive Vice President von Poly. „Umso wichtiger ist es, die Arbeitsumgebung so zu gestalten, dass Zusammenarbeit möglich ist, Ablenkungen aber reduziert und somit die Produktivität verbessert wird.“

Umfragemethodik:

Die Studie wurde im Zeitraum vom 18.-26. März 2019 unter 5.150 Personen aus den USA, Kanada, Spanien, UK, Deutschland, Frankreich, China, Australien, Neuseeland, Japan und Indien von Savanta durchgeführt. Angestellte, die mindestens drei Tage pro Woche in einem Büro arbeiten, beantworteten Fragen zu Bürodynamik, Ablenkungen und Störungen sowie Benefits in ihrem Unternehmen. Die Firmen waren unterschiedlichster Größe.

www.poly.com
 


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