Businesspeople

Internet of Things, Big Data und Künstliche Intelligenz: Technologien bestimmen immer stärker unseren Alltag. Für diese digitalisierte Welt braucht es entsprechende Experten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Seit Jahren zählen die MINT-Professionals zu den begehrtesten Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt. Doch wie sieht die Zukunft dieses Sektors in Deutschland aus, worauf kommt es den Fach- und Führungskräften an? In Kooperation mit dem Business-Netzwerk LinkedIn hinterfragt die international agierende Personalberatung SThree in der ersten Sonderedition der „So arbeitet Deutschland“-Studie genau diese Aspekte.

Wer MINT-Fachkräfte braucht, muss ein innovatives Arbeitsumfeld bieten

Die Innovationen von morgen werden nicht in einem Umfeld entwickelt, das Ideen von Mitarbeitern zulässt, sondern in einer Organisation, die diese aktiv einfordert und umsetzt. Dass das in deutschen Unternehmen aber noch selten Realität ist, zeigt die So arbeitet Deutschland-Sonderedition: 81 Prozent aller befragten Mitarbeiter und Freelancer in Deutschland wünschen sich, in einem innovativeren Unternehmen zu arbeiten. Die Gründe hierfür sind vielfältig: die Möglichkeit, Neues zu lernen (71 Prozent), die eigene Kreativität einzubringen (65 Prozent) und einen größeren Gestaltungsspielraum zu haben (57 Prozent). Besonders an der Unternehmensspitze muss offensichtlich einiges getan werden: 57 Prozent wünschen sich, dass ihre Vorgesetzten offener für Innovationen sind und Ideen unterstützen. 39 Prozent der Befragten sagen aber auch, dass ihr Arbeitgeber aktuell gar keine Innovationsfähigkeit fördert.

Zahlen, die sich Unternehmen aus dem Technik- und Finanzsektor zu Herzen nehmen sollten, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Denn die von LinkedIn erfassten Daten zeichnen ein klares Bild: Derzeit arbeiten über die Hälfte aller MINT-Fachkräfte in Deutschland im Bereich Engineering oder IT. Doch der Finanzsektor hinkt hinterher. So zeigen diese Daten, dass nur eine von zwölf Fachkräften sich für diesen Bereich entscheidet. Dabei zählt nach der TECH-Branche der Finanzsektor zu den Industrien mit dem höchsten Bedarf an MINT-Fachkräften, wie die LinkedIn-Daten zeigen. „Um begehrte Spezialisten wie Ingenieure oder IT-Experten von sich als Arbeitgeber zu überzeugen, gilt es, als innovatives Unternehmen wahrgenommen zu werden. Denn gerade technik- und digitalaffine Fach- und Führungskräfte möchten an Innovationen der Zukunft arbeiten – spannende Projekte sind ein Anreiz“, meint Timo Lehne, Geschäftsführer von SThree.

Mythos Traumjob? Von wegen!

Data Scientist, Business Analyst oder Blockchain Developer: Wer einen MINT-Job sucht, hat die Qual der Wahl. Dass sie den richtigen Beruf gewählt haben, davon sind 58 Prozent aller Befragten überzeugt. Immerhin arbeiten sie immer noch in dem Beruf, den sie ursprünglich erlernt haben. Zu den Top 10 der beliebtesten Jobs in der deutschen MINT-Branche zählen laut von LinkedIn erfassten Daten die Position des Softwareentwicklers, des Architekten und des Information Technology Spezialisten. Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt auch: Ein Beruf wird zu einem Traumjob, wenn Berufstätige Spaß an ihrer Arbeit haben (68 Prozent) und auch eine gute bzw. angemessene Bezahlung (56 Prozent) erhalten, sowie die Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten (57 Prozent) aussichtsreich sind.

Wie New Work den MINT-Markt beeinflusst

New Work ist in aller Munde. Es stellt sich allerdings die Frage, inwieweit Entwicklungen wie Flexibilität, die persönliche Weiterentwicklung oder agile Unternehmensstrukturen auch berufliche Entscheidungen von Ingenieuren, Mathematikern und Naturwissenschaftler beeinflussen. Ein Blick auf die von LinkedIn erfassten Daten zeigt: Für MINT-Experten sind eine gute Work-Life Balance (59 Prozent), attraktive Benefits (56 Prozent), ein herausforderndes Aufgabenportfolio (54 Prozent), und ein inspirierendes Arbeitsumfeld und Kollegen (41 Prozent) essentiell bei der Auswahl ihres Jobs. „Die Anforderungen an die Arbeitswelt sind gestiegen. In Zeiten von New Work kommen mehrere Aspekte im Job zum Tragen: So sollten die täglichen Aufgaben den Arbeitnehmer zum einen erfüllen, zum anderen sollte aber auch die Work-Life-Balance gegeben sein“, so Timo Lehne. Genau diese Aspekte zählen auch zu den wichtigsten Gründen für einen neuen Job: 55 Prozent der Befragten wechseln für ein besseres Gehalt, 24 Prozent für eine stärkere Vereinbarkeit mit dem Privatleben und 21 Prozent, wenn ein neuer Arbeitgeber zufriedenstellendere Aufgaben bietet. Dennoch sehen nicht alle Arbeitnehmer New Work positiv: Gerade hinsichtlich der Work-Life-Balance finden 40 Prozent, dass die Grenze zwischen Beruflichem und Privatem stark verschwimmt.

Über die Studie:

So arbeitet Deutschland ist eine repräsentative Studienreihe der Personalberatung SThree, die bereits in der sechsten Ausgabe veröffentlicht wurde und regelmäßig die Wunscharbeitswelt in Deutschland der Realität gegenüberstellt. In Kooperation mit LinkedIn hat das Unternehmen erstmals eine Sonderedition herausgebracht, die sich auf den MINT-Arbeitsmarkt und dessen Fachkräfte fokussiert. Die Daten beziehen sich zum einen auf Antworten von rund 1.300 Freelancern und Angestellten in Deutschland, die im Zeitraum von 2017 bis 2018 im Rahmen der So arbeitet Deutschland-Studienreihe befragt wurden, wie auch auf von LinkedIn erfassten Daten von MINT-Fachkräften des Business-Netzwerks (Erfassungszeitraum: Mai 2018). Als MINT Professionals definiert LinkedIn Mitglieder, die in MINT-bezogenen Berufen tätig sind. Gleichzeitig wurden Querverweise zu MINT-Berufsbezeichnungen von O-NET Online gezogen, indem Keywords mit den Berufsbezeichnungen der Mitglieder abgeglichen wurden.

Weitere Informationen zu So arbeitet Deutschland unter so-arbeitet-deutschland.com.

www.sthree.de
 


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