Anzeige

Hacker

Wenn es in deutschen Unternehmen einen gravierenden Sicherheitsvorfall gab, dann ist dieser in 13 Prozent der Fälle die Folge eines Hacks der unsicheren Unternehmenswebseite. 

  • 13 Prozent aller gravierenden Sicherheitsvorfälle sind Folge von Website-Hacking
  • Nur 42 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre Webseite als sicher
  • 72 Prozent der KMU-Webseiten nicht optimal konfiguriert

Das zeigt die aktuelle IT-Security Studie 2019 des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. Die Einschätzung der befragten IT-Verantwortlichen deckt sich mit den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 255 IT-Verantwortlichen*. Rund die Hälfte (39 Prozent) halten ihre Website nur für teilweise sicher, 11 Prozent sogar für unsicher.

„Das Content-Management-System (CMS), also die Software hinter der Unternehmenswebseite, hat noch viel zu häufig Sicherheitslücken“, sagt Cornelia Schildt, Security-Expertin im eco Verband und Leiterin des Projektes SIWECOS. Der Name steht für „Sichere Webseiten und Content-Management-Systeme“, gefördert hat es das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft. Geschaffen hat es der eco Verband zusammen mit der Ruhr-Universität Bochum und weiteren Unterstützern.

Ein kostenfreier Scanner soll unter www.siwecos.de Website-Checks in wenigen Sekunden ermöglichen.

Cornelia Schildt empfiehlt allen kleinen und mittelständischen Unternehmen, ihre Webseiten damit regelmäßig auf ihre Sicherheit zu checken. Nachdem dort eine Webseiten-Adresse eingegeben wurde, zeigen Scanner nach einigen Sekunden in den Farben grün, gelb und rot Ergebnisse zu Sicherheits-Aspekten und erläutern diese.

Viele Webseiten zu unsicher

Eine Untersuchung von über 3.400 Webseiten kleiner und mittlerer Unternehmen mit SIWECOS zeigt aktuell bei 7 Prozent der Seiten eklatante Sicherheitsmängel. „Es besteht hier akuter Handlungsbedarf seitens der Webseitenbetreiber“, sagt Schildt. Außerdem konnten die Experten mit dem SIWECOS-Scanner feststellen, dass 72 Prozent der geprüften KMU-Webseiten nicht optimal konfiguriert sind. Die eingesetzte Konfiguration ermöglicht auf mittlere Sicht Cyberangriffe, durch die unbemerkt Kundendaten gestohlen oder Viren an die Besucher der Webseite verbreitet werden können.

Die SIWECOS-Experten weisen auf weitere Schwachstellen hin: Mit 92 Prozent nutzen bei weitem noch nicht alle KMUs HTTPS, das Protokoll, das sich zur Herstellung von Vertraulichkeit als Standard für Webseiten etabliert hat. Aktuelle Internetbrowser wie der Google Chrome kennzeichnen inzwischen Internetseiten ohne HTTPS als „nicht sicher“. Bei 24 Prozent aller geprüften KMU-Webseiten lässt sich zudem die Version des Content-Management-Systems oder eines darin installierten Plugins auslesen. Jede vierte dieser Seiten arbeitet gar mit einer Version mit bekannten Schwachstellen.

Phishing-Attacken sehr einfach möglich

Nachholbedarf haben kleine und mittelständische Unternehmen zudem beim Schutz vor Phishing-Attacken: 36 Prozent aller geprüften KMU-Webseiten haben maschinell auslesbare Telefonnummern auf der Startseite, 34 Prozent maschinell auslesbare E-Mail-Adressen. „Unternehmen sollten solche Kontaktdaten nicht maschinell lesbar hinterlegen. Cyberkriminelle oder Spammer greifen diese Information gerne automatisiert von Unternehmenswebseiten ab und nutzen diese für gezielte Phishing Attacken“, sagt Schildt.

www.siwecos.de

www.eco.de
 


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

DDoS

DDoS-Attacken in Q4 2019 gegenüber Vorjahr fast verdoppelt

Die Anzahl der durch Kaspersky DDoS Protection blockierten Angriffe im vierten Quartal 2018 macht nur 56 Prozent der im selben Quartal 2019 entdeckten und blockierten Angriffe aus. Mehr als ein Viertel (27,65 Prozent) der Attacken fand dabei am Wochenende…
Offenes Schloss

IT-Schwachstellen nehmen weiter zu und es ist keine Lösung in Sicht

Um kontinuierlich neue Sicherheitslücken ausfindig zu machen, verwenden Sicherheitsunternehmen häufig interne Softwarelösungen, die Informationen aus verschiedenen Datenquellen wie Schwachstellendatenbanken, Newslettern, Foren, sozialen Medien und mehr…
Apps Digital

Apps treiben digitalen Wandel in Europa voran

Gemäß der sechsten Ausgabe des „State of Application Services“ (SOAS) Reports haben 91 Prozent der befragten Unternehmen der EMEA-Region explizite Pläne für die digitale Transformation in Arbeit. Im Vergleich dazu sind es 84 Prozent in den USA und 82 Prozent…
DDoS

DDoS-Report: Steigende Komplexität und Volumen der Attacken

Der Anteil komplexer Multivektor-Attacken ist auf 65 % gestiegen, der größte abgewehrte Angriff erreichte ein Maximum von 724 Gbps, so der Bericht der IT-Sicherheitsexperten.
Businessman Kämpfer

Was ist der beste Schutz vor Sabotage, Diebstahl oder Spionage?

Die deutsche Wirtschaft ist sich einig: Wenn es künftig um den Schutz vor Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage geht, braucht es vor allem qualifizierte IT-Sicherheitsspezialisten. Praktisch alle Unternehmen (99 Prozent) sehen dies als geeignete…

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!