Anzeige

Olaf NiemeitzDer Dropbox-Hack nimmt mit über 68 Millionen betroffenen Anwendern ein gewaltiges Ausmaß an. Bereits 2012 wurde der Cloud-Anbieter gehackt, nun wurden die erbeuteten Zugangsdaten veröffentlicht. Ein Kommentar von Olaf Niemeitz, Geschäftsführer des IT-Sicherheits-Spezialisten Crocodial IT-Security (Bild: Fritz & Macziol).

Viel schockierender ist allerdings, wie vergleichsweise einfach die Hacker es hatten: Ein Dropbox-Mitarbeiter nutzte für seinen Arbeitsaccount und sein LinkedIn-Profil ein und dasselbe Passwort. LinkedIn fiel kurz vor Dropbox einem Hack zum Opfer und eröffnete den Angreifern so den Zugang zu den Dropbox-Daten.

Doch ein Sicherheitsvorfall dieser Größenordnung hat ein weiteres, noch größeres, unkalkulierbares Schadenspotenzial: In den meisten Unternehmen und Organisationen verbreiten sich unbemerkt Cloud-Dienste und Apps, die von Mitarbeitern unerlaubt und ohne das Bewusstsein für Sicherheitsrisiken genutzt werden– oft für den Umgang mit sensiblen Daten und Firmengeheimnissen. Der entstehende Wildwuchs an Lösungen torpediert die Arbeit der Sicherheitsexperten und lädt Cyber-Kriminelle zum Angriff über die ungeschützte Flanke ein.

Diese Beispiele zeigen: die größte Sicherheitshürde ist und bleibt der Mensch – darauf müssen Unternehmen reagieren. Nicht nur, indem sie sichere, effiziente und performante Enterprise-Cloud-Storage-Lösungen anbieten. Die Mitarbeitersensibilisierung sollte oberste Priorität genießen und ein integraler Bestandteil der ganzheitlichen Sicherheitsstrategie sein, die Vorschriften und Prozesse einheitlich definiert. IT-Security ist nur erreichbar, wenn alle Mitarbeiter IT-Sicherheit als Teil ihrer Tätigkeit verstehen und ihr Risikobewusstsein geschärft haben. Maßnahmen zur Weiterbildung der IT-Kompetenz aller Beschäftigten –über den unmittelbaren Tätigkeitsbereich hinaus – fördert sicherheitskonformes Verhalten. Nur so kann mit wenig aber kontinuierlichem Aufwand ein hoher Sicherheitsgewinn erzielt werden.

www.crocodial.de
 


Weitere Artikel

Sicherheitswarnung

Fast die Hälfte aller Sicherheitswarnungen sind Fehlalarme

Laut einer Studie von Fastly, Anbieter einer globalen Edge-Cloud-Plattform, nutzen Unternehmen im Durchschnitt elf Tools für den Schutz von Webanwendungen und APIs und geben dafür jährlich über zwei Millionen Euro aus. Trotz dieser Investitionen verursachen…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.