Der OpenAI-Chef hatte Speicher in privaten Rechnern als schlecht genutzt bezeichnet. Musk reagierte mit einem Meme, auf Reddit gab es Kritik.
Musk verspottet Altmans Aussage zu Arbeitsspeicher in PCs

Die Aussage von OpenAI-CEO Sam Altman, Arbeitsspeicher in privaten Computern sei angesichts der weltweiten Knappheit schlecht genutzt, hat Kritik ausgelöst. Elon Musk, CEO von SpaceX und dessen KI-Sparte SpaceX Super Intelligence, verspottete Altman auf X mit einem Meme. Es zeigt die Filmfigur Hans Landa aus dem Kriegsfilm „Inglourious Basterds”, die Menschen fragt, ob sie DRAM vor der Cloud verstecken.
„Die Menschen haben auch ihren Arbeitsspeicher verdient!”
Elon Musk, CEO von SpaceX

Altman: Speicher wird nur 5 Prozent der Zeit genutzt
Altman hatte im Podcast „Cheeky Pint” von Stripe-Mitgründer John Collison gesagt, es sei aus Sicht der weltweiten Verteilung „ziemlich schlecht”, wenn ein Teil des begrenzten DRAM-Angebots in privaten Computern stecke, die nur 5 Prozent der Zeit genutzt würden. In einem stark begrenzten Angebotsumfeld solle der Speicher möglichst ausgelastet in der Cloud eingesetzt werden. Altman forderte dabei nicht, Arbeitsspeicher in privaten Rechnern zu verbieten oder Nutzern wegzunehmen.
Auf Reddit kritisierten Nutzer die Aussage, da Verbraucher derzeit stark gestiegene Preise für Arbeitsspeicher und Computer zahlen. Einige verwiesen darauf, dass die Knappheit selbst vor allem durch die Nachfrage der KI-Anbieter entstanden sei.
Langjähriger Streit
Musk und Altman hatten OpenAI 2015 gemeinsam gegründet und sich später über die Ausrichtung des Unternehmens überworfen. Musk hatte OpenAI und Altman 2024 verklagt und ihnen vorgeworfen, von der ursprünglich gemeinnützigen Mission abgewichen zu sein. Im Mai 2026 wies eine Geschworenenjury an einem Bundesgericht in Kalifornien die Klage über 150 Milliarden US-Dollar in allen Punkten ab. Musks Unternehmen betreibt mit SpaceX Super Intelligence selbst große KI-Rechenzentren und zählt damit ebenfalls zu den großen Abnehmern von Speicher und Grafikprozessoren.
Die Speicherhersteller rechnen mit einer anhaltenden Knappheit. SK hynix hat seine Produktion von DRAM und HBM nach eigenen Angaben bis 2029 faktisch ausverkauft. Laut Gartner haben sich die Speicherpreise in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt.
(red)




