Dan Driscoll soll OpenAI als Senior Counselor beim Einsatz von KI für nationale Sicherheit und Cyberabwehr beraten. Die Stelle ist neu geschaffen.
OpenAI holt früheren US-Heeresminister Driscoll

OpenAI hat den früheren US-Heeresminister (Secretary of the Army) Dan Driscoll eingestellt. Er wird Senior Counselor for National Security Modernization, eine neu geschaffene Position. Das hat OpenAI bekanntgegeben. Driscoll soll die Unternehmensführung beraten, wie sich KI für die nationale Sicherheit und die Cybersicherheit nutzen lässt. Ein Schwerpunkt liegt darauf, Verbündete der USA beim verantwortungsvollen Einsatz fortgeschrittener KI zu unterstützen.
„Die Anforderungen an die nationale Sicherheit verändern sich schneller als zu jedem anderen Zeitpunkt in den vergangenen fünfzig Jahren.”
Dan Driscoll, Senior Counselor for National Security Modernization bei OpenAI
KI könne helfen, Verwaltungsaufwand zu verringern, Informationen zu verarbeiten und Beschäftigten im Sicherheitsbereich schneller Antworten zu liefern.
Zusammenarbeit mit Regierungen und Verbündeten
Bei OpenAI soll Driscoll mit Regierungsvertretern, Unternehmen, Hochschulen und Organisationen verbündeter Staaten zusammenarbeiten, um das voranzubringen, was OpenAI als „demokratische KI” bezeichnet. Zudem soll er internen Teams die betrieblichen Anforderungen von Sicherheitsbehörden vermitteln. Das knüpft an OpenAIs Programm Daybreak an, mit dem das Unternehmen die Cyberresilienz stärken und wichtige Dienste schützen will. Über Daybreak arbeitet OpenAI unter anderem mit Fortinet zusammen, das mithilfe von Frontier-KI Lücken in seinen Produkten gefunden hat. CEO Sam Altman erklärte, die Personalie solle helfen, die internationale Verbreitung demokratischer KI voranzubringen und die Führungsrolle der USA zu festigen.
Abschied vom Pentagon im August
Driscoll war der 26. Heeresminister der USA. Er ist Irak-Veteran und trieb in seiner Amtszeit die Modernisierung des Militärs voran, unter anderem beim Zugang von Verbündeten zu Drohnen und Technik zur Drohnenabwehr. Im August trat er von seinem Amt zurück. Laut Berichten ging dem Spannungen mit Verteidigungsminister Pete Hegseth voraus.
OpenAI baut seine Zusammenarbeit mit Behörden für Verteidigung und Sicherheit seit einiger Zeit aus. Auch andere KI-Unternehmen verstärken ihr Engagement in diesem Bereich. Anthropic hatte im Oktober mit Cyber Mission eine Initiative zum Schutz kritischer Infrastrukturen vorgestellt.
(red)




