Angreifer drangen in die Mitgliederdatenbank des Sony-Internetanbieters ein. Betroffen sind auch Plala-Kunden von NTT Docomo und 54.401 E-Mail-Passwörter.
Sony-Tochter: Datenleck betrifft 2,58 Millionen Kunden

Sony Network Communications, eine Tochter des Sony-Konzerns, hat einen Angriff auf die Mitgliederdatenbank seines japanischen Internetanbieters So-net gemeldet. Unbekannte haben dabei Daten zu insgesamt 2.585.481 Kunden erbeutet. Der unbefugte Zugriff erfolgte am 19. Oktober 2026, entdeckt wurde er am 23. Oktober. Öffentlich gemacht hat das Unternehmen den Vorfall am 27. Oktober. Wer hinter dem Angriff steckt und wie die Angreifer eingedrungen sind, hat Sony nicht mitgeteilt.
„Unmittelbar nach Bestätigung des Vorfalls haben wir den betroffenen Server abgeschaltet und die Kommunikation von der Quelle des unbefugten Zugriffs blockiert.”
Sony
Auch frühere Kunden betroffen
Betroffen sind 2.141.986 Datensätze von So-net, davon 1.869.771 aktuelle Kunden und 272.215 frühere Kunden, die ab März 2026 gekündigt hatten. Hinzu kommen 443.495 Datensätze von Kunden des Tarifs Plala (S Course) von NTT Docomo. Das ist ein Angebot für frühere So-net-Glasfaserkunden, die zu Docomo gewechselt sind, aber ihre So-net-Kennungen behalten haben. Diese verwaltet weiterhin Sony Network Communications.
Zu den abgeflossenen Daten gehören Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Benutzerkennungen, Geburtsdaten, Geschlecht und Kennungen für den Internetanschluss. Bei 16 So-net-Kunden waren zudem Bankverbindungen betroffen, sie werden direkt kontaktiert. Passwörter für die Hauptkonten und Kreditkartendaten waren laut Sony nicht betroffen. Der Glasfaseranbieter NURO, der ebenfalls zu Sony gehört, war nicht betroffen.
Passwörter für ältere Mail-Dienste zurückgesetzt
Zusätzlich gelangten die Passwörter von 54.401 E-Mail-Konten bei vier älteren Mail-Diensten von So-net in die Hände der Angreifer: Mail Service (G) mit 24.655 Konten, A-Box mit 17.672, So-net VAIO Mail mit 7.005 und PostPet Mail mit 5.069 Konten. Sony hat diese Passwörter am 27. Oktober zurückgesetzt. Betroffene Nutzer müssen über das Kundenportal von So-net neue Passwörter festlegen.
Bis zum 27. Oktober hat Sony nach eigenen Angaben keine Folgeschäden wie missbräuchliche Kontozugriffe festgestellt. Das Unternehmen warnt seine Kunden aber vor verdächtigen E-Mails, Textnachrichten und Anrufen sowie vor Links und Anhängen unbekannter Herkunft. Sony hat die zuständigen Behörden informiert.
(red)




