Der Dienst kombiniert Endpoint-Schutz, EDR und Überwachung durch das Telekom-SOC. Für 25 Endgeräte nennt die Telekom rund 2.500 Euro pro Jahr.
Telekom startet Managed-EDR-Dienst CyberProtect für KMU

Die Deutsche Telekom bietet mit CyberProtect einen Sicherheitsdienst für kleine und mittlere Unternehmen an. Er verbindet Endpoint Protection (EPP), also den Schutz von Geräten wie Notebooks und Servern, mit Endpoint Detection and Response (EDR), der Erkennung verdächtiger Aktivitäten und der Reaktion darauf. Überwacht werden die Systeme rund um die Uhr durch das Security Operations Center (SOC) der Telekom. Für ein Unternehmen mit 25 Endgeräten nennt die Telekom einen Preis von rund 2.500 Euro pro Jahr. Auf welches Leistungspaket sich der Betrag bezieht, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Isolation verdächtiger Geräte
Auf den Endgeräten läuft ein Sensor, der sicherheitsrelevante Aktivitäten fortlaufend und mithilfe von KI analysiert. Die Daten werden verschlüsselt an die Sicherheitsplattform übertragen. Erkennt der Sensor ungewöhnliches Verhalten, wird ein Alarm an das SOC weitergeleitet. Dort bewerten Sicherheitsfachleute den Vorfall und leiten je nach Schweregrad und vorab festgelegten Regeln Gegenmaßnahmen ein. Bei einem kritischen Angriff kann etwa ein betroffenes Gerät vom Netzwerk isoliert werden. Analysen und Maßnahmen werden zentral dokumentiert.
Telekom: Drei Pakete und Zusatzmodule
CyberProtect wird in drei Paketen angeboten. Basic umfasst den Basisschutz, Comfort ergänzt Funktionen für mehr Kontrolle und Transparenz. Advanced erweitert den Dienst unter anderem um Firewall- und Schwachstellenmanagement. Schwachstellen werden dabei laufend erkannt, nach Risiko priorisiert und mit Handlungsempfehlungen gemeldet. Während der Vertragslaufzeit können Unternehmen in ein höheres Paket wechseln.
Unabhängig vom Paket lassen sich zwei Module hinzubuchen. Identity Protection erweitert den Schutz auf Microsoft Active Directory und Microsoft Entra ID und soll gefährdete oder kompromittierte Benutzerkonten erkennen. Ein Incident Response Service unterstützt bei schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen.
Betrieb mit vorhandener Microsoft-Technik
Unternehmen, die bereits Sicherheitslösungen von Microsoft einsetzen, können diese im Modell Fully Integrated Technology weiter nutzen und um die Überwachung durch das Telekom-SOC ergänzen. Im Modell Fully Managed Technology übernimmt die Telekom Administration und Betrieb der Sicherheitsplattform. Ein eigenes SOC oder zusätzliches Sicherheitspersonal ist laut Telekom nicht nötig.
Die Dokumentation von Sicherheitsereignissen und Maßnahmen soll Unternehmen zudem helfen, Anforderungen von Prüfern, Geschäftspartnern und Cyberversicherern nachzuweisen. Optional bietet die Telekom eine passende Cyberversicherung an.
(red/Deutsche Telekom)




