Zugriff auf Zahlungsdaten

Einladungen für KI-Agenten Instinct auf eBay angeboten

Für den Zugang zum KI-Assistenten Instinct werden auf eBay bis zu 200 Dollar verlangt. Der Agent benötigt weitreichenden Zugriff auf persönliche Daten.

Einladungen für KI-Agenten Instinct auf eBay angeboten
Bildquelle: Burdun Iliya / Shutterstock.com

Der KI-Assistent Instinct ist nur auf Einladung nutzbar. Inzwischen werden solche Einladungen auf eBay verkauft. Das erwähnte Gründer Noah Shinn im Podcast „Invest Like the Best“. Cybernews fand auf eBay zwei entsprechende Angebote mit Preisen zwischen 93 und über 200 US-Dollar.

Aufgaben per Nachricht oder Anruf

Instinct wird von der Firma Spear Street Technology angeboten, die der 23-jährige Shinn 2025 gegründet hat. Zuvor arbeitete er beim KI-Unternehmen Sierra von Bret Taylor. Seit Februar 2026 läuft eine private Beta. Nutzer verbinden den Agenten mit Apps wie Gmail und erteilen ihm Aufträge per iMessage, WhatsApp oder Anruf. Berichten zufolge beantwortet Instinct E-Mails, koordiniert Termine, organisiert Fahrten zum Flughafen, bucht Handwerker, vergleicht Versicherungen und sucht Wohnungen. Ein früher Nutzer ließ den Agenten Flüge von Kopenhagen nach Bali und sein Visum für Indonesien organisieren.

Ende August gab Instinct gegenüber dem Wall Street Journal eine Finanzierungsrunde über 250 Millionen Dollar bekannt, angeführt von Index Ventures und Benchmark. Die Gesamtfinanzierung stieg damit auf 350 Millionen Dollar, die Bewertung auf 2,5 Milliarden Dollar.

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Zugriff auf Nachrichten und Zahlungsdaten

Damit der Agent arbeiten kann, benötigt er Zugriff auf E-Mails, Nachrichten, Kalender und andere Apps, unter Umständen auch auf Zahlungs- und Reisedaten. Der Nutzer, der seine Bali-Reise organisieren ließ, gab Instinct nach eigenen Angaben seine Kartendaten und Reiseinformationen.

Laut den Nutzungsbedingungen darf Instinct Nutzerdaten für das Training seiner KI-Modelle und anderer Produkte verwenden. Nutzer können dem widersprechen. Shinn erklärte, das Unternehmen verbessere Sicherheit und Kontrollmöglichkeiten fortlaufend.

Vorwurf eines Datenlecks

Instinct war bereits vorgeworfen worden, Daten eines Nutzers an einen anderen weitergegeben zu haben. Ein Nutzer soll dabei Bilder und ein Finanzdokument einer anderen Person gesehen haben. Das Unternehmen bestreitet ein Datenleck und erklärte, das Modell habe einen Eigennamen erfunden.

(red)

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