Engpässe bei Strom

Wegen Rechenzentren: KI braucht 6 Billionen Dollar Jahresumsatz

Um die Investitionen in Rechenzentren zu rechtfertigen, muss die KI-Branche laut Bain bis 2031 jährlich rund 6 Billionen Dollar umsetzen.

Wegen Rechenzentren: KI braucht 6 Billionen Dollar Jahresumsatz

Die KI-Branche muss bis 2031 einen Jahresumsatz von rund 6 Billionen US-Dollar erzielen, um die Investitionen in Rechenzentren zu rechtfertigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Bain & Company in einem Bericht, den sie am 29. September veröffentlicht hat.

Bain rechnet damit, dass die jährlichen Ausgaben für KI-Infrastruktur bis 2031 auf bis zu 1,5 Billionen Dollar steigen. Darin enthalten sind neue Rechenzentren, zusätzliche Kapazitäten und der Austausch von GPUs, Speicher und Netzwerktechnik. Machen diese Investitionen etwa ein Viertel des Branchenumsatzes aus, was Bain mit Blick auf Cloud-Anbieter als ehrgeizig, aber realistisch bezeichnet, wäre ein Markt von knapp 6 Billionen Dollar pro Jahr nötig.

Größe und Kosten von KI-Rechenzentren verdoppeln sich laut Bain etwa alle 12 bis 16 Monate. Als Beispiel nennt der Bericht mit Daten des Forschungsinstituts Epoch AI das Rechenzentrum Prometheus von Meta in Ohio. Es hatte 2025 eine Kapazität von 600 Megawatt bei geschätzten Kosten von 24 Milliarden Dollar. Bis 2030 sollen es 9 Gigawatt und bis zu 200 Milliarden Dollar sein.

Neue Produkte als größter Umsatzblock

Den größten Anteil von rund 4,2 Billionen Dollar sollen neue Produkte beitragen, etwa in Suche, Werbung, autonomen Systemen und physischer KI. Produktivitätsgewinne in Unternehmen, etwa in Softwareentwicklung, Vertrieb, Marketing, Kundenservice und IT-Betrieb, sollen 1 bis 1,4 Billionen Dollar einbringen. Verbraucherdienste mit Abos und Werbung schätzt Bain auf 200 bis 400 Milliarden Dollar.

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„Die Debatte ist heute auf die Produktivität der Beschäftigten fixiert. Die Wirtschaftlichkeit der KI-Infrastruktur erfordert Billionen an neuen Umsätzen jenseits von Produktivitätsgewinnen.“

David Crawford, Vorsitzender der globalen Technologiesparte von Bain und Hauptautor des Berichts

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Rechenzentren: Engpässe bei Strom und Fachkräften

Als Herausforderungen beim Bau weiterer Rechenzentren nennt Bain den Ausbau der Netzkapazität, die Beschaffung von GPUs und anderen Komponenten, Fachkräfte sowie Widerstand in der Bevölkerung wegen Ressourcenverbrauch und Lärm. Regierungen unter anderem in den USA, der EU, Südkorea, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten fördern den Ausbau.

(red)

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