Wissenslücke in der Führungsebene

CISO-Studie: Transparenz bremst sicheren KI-Einsatz

76 Prozent der CISOs sehen fehlende Transparenz über KI-Datenverkehr als Hürde. Das zeigt eine Gigamon-Umfrage unter 307 Sicherheitschefs.

CISO-Studie: Transparenz bremst sicheren KI-Einsatz

Unternehmen setzen bei KI zunehmend auf eine Kombination aus Frontier-, Open-Weight-, spezialisierten und privat gehosteten Modellen. Diese sogenannte Hybrid AI schafft neue Verbindungen zwischen Modellen, Anwendungen, Infrastruktur und Unternehmensdaten. Wie Sicherheitsverantwortliche damit umgehen, hat der Netzwerkspezialist Gigamon in dem Bericht „Stärkung der CISO-Rolle im Zeitalter von KI“ untersucht. Grundlage ist eine Online-Umfrage vom 16. und 17. Februar 2026 unter 1.023 IT- und Security-Verantwortlichen in Australien, Deutschland, Frankreich, Singapur, Großbritannien und den USA. Ausgewertet wurden die Antworten der 307 befragten CISOs.

KI-bezogene Vorfälle in Deutschland

76 Prozent der deutschen Unternehmen verzeichneten im vergangenen Jahr eine Sicherheitsverletzung, 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Von den betroffenen Organisationen berichten 82 Prozent von KI-bezogenen Sicherheitsvorfällen. 33 Prozent meldeten den Abfluss interner Daten in KI-Systeme, 30 Prozent nicht autorisierte KI-Nutzung.

Weltweit nennen 80 Prozent der CISOs unzureichende Governance bei nicht autorisierter KI-Nutzung als größte Herausforderung für die Datensicherheit. 43 Prozent zählen KI-Governance zu ihren wichtigsten Sicherheitsprioritäten.

„Heutige Governance kann mit den rasanten Entwicklungen von Hybrid AI kaum mithalten.“

Grant Yacomeni, CISO bei Gigamon

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Wissenslücke in der Führungsebene

Sieben von zehn CISOs sehen auf der Führungsebene ein mangelndes Verständnis für Best Practices der IT-Sicherheit. 41 Prozent wollen in den kommenden zwölf Monaten das Verständnis des Vorstands für Risiken und Chancen von KI verbessern. Mehr als jeder vierte CISO befürchtet, nach einem schweren Cybervorfall seinen Job zu verlieren.

Unterschiedliche Einschätzung der Reaktionszeit

Nur 27 Prozent der CISOs geben an, dass ihr Unternehmen bei einem Vorfall innerhalb von 72 Stunden die Ursache finden und den Normalbetrieb wiederherstellen kann. Unter anderen Führungskräften der C-Ebene sind es 48 Prozent.

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Datenverkehr zwischen Systemen als Risiko

76 Prozent der CISOs sehen die eingeschränkte Transparenz über KI-getriebenen Datenverkehr als große Hürde für die sichere Einführung von KI. 45 Prozent wollen den Einblick in KI-Datenflüsse in hybriden Cloud-Umgebungen verbessern. 36 Prozent stufen den lateralen Datenverkehr innerhalb von Netzwerken, den sogenannten East-West-Verkehr, als besonders riskant ein. Er nimmt zu, wenn KI-Modelle, Agenten, Anwendungen und Datenquellen über verteilte Umgebungen miteinander kommunizieren.

88 Prozent der CISOs setzen neue Werkzeuge ein, um Vorfälle besser zu erkennen. Für 86 Prozent ist Transparenz über verschlüsselten Datenverkehr entscheidend für die Vorbereitung auf Post-Quanten-Kryptografie. 89 Prozent erwarten, dass mehr Einblick in verschlüsselten Datenverkehr die Prämien für Cyberversicherungen senken könnte.

(red/Gigamon)

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