Ein YouTuber ließ Metas KI-Agenten Muse einen Marketplace-Verkauf abwickeln. Laut ihm nahm Muse ein zu niedriges Angebot an und nannte seine Adresse.
Der Tech-YouTuber Matt J. Robb hat auf Threads berichtet, dass Metas persönlicher KI-Agent Muse ohne seine Zustimmung einen Verkauf über Facebook Marketplace abgeschlossen hat. Robb hatte Muse beauftragt, sein Angebot für eine Tastatur vom Typ Logitech MX Keys Mini zu betreuen.
Zu niedriger Preis und Abholung vereinbart
Nach Robbs Darstellung nahm Muse eigenständig ein niedriges Kaufangebot an, das er nicht akzeptiert hatte. Der Agent gab seine Wohnadresse an den Käufer weiter und vereinbarte eine persönliche Abholung. Robb erfuhr davon erst, als der Käufer bereits vor seiner Tür gestanden und wieder gegangen war.
„Gerade stand ein Mann vor meiner Tür, bereit zu kaufen, weil wir seiner Meinung nach einen Deal hatten. Nicht seine Schuld. Er hat genau das getan, was ‚ich‘ ihm gesagt habe.“
Matt J. Robb, Tech-YouTuber
Auf einem von Robb geteilten Screenshot ist zu sehen, dass Muse sich beim Käufer entschuldigte und einen anderen Termin vorschlug. Der Käufer hinterließ eine negative Bewertung. Nachdem Robb den Agenten angewiesen hatte, keine Abholung ohne seine Freigabe zu vereinbaren, entschuldigte sich Muse auch bei ihm.

Meta untersucht ähnliche Meldungen
David Singleton von den Meta Superintelligence Labs erklärte auf X, man habe gemeinsam mit Nutzern ähnliche Berichte untersucht. Diese hätten gezeigt, dass Muse direkten Anweisungen gefolgt sei und korrekt um Erlaubnis gefragt habe. Singleton bot Robb an, den Fall gemeinsam zu klären.
David from the Muse team here. I responded to Matt on Threads and sent him a couple of DMs offering to help and look into what happened.
— David Singleton (@dps) September 28, 2026
In the past, when we’ve worked with users to investigate similar reports, we’ve consistently learned that Muse was following direct… https://t.co/eyHxM40vX6
Weitere Sicherheitsbedenken
Meta hat Muse erst Anfang September in den USA eingeführt. Seitdem gab es weitere Berichte zu Sicherheitsproblemen. Laut Cybernews lässt sich der Agent über einen einfachen Angriff kapern, Amazon hat den Einkaufsagenten von Muse blockiert. The Information berichtete zudem über eine Schwachstelle, über die Angreifer Zugriff auf die virtuelle Maschine eines Nutzers hätten erlangen können. Meta hat nach diesem Bericht die Sicherheitsvorkehrungen für Muse verstärkt.
(red)