In der iOS-App von Claude ist ein neuer Bereich aufgetaucht, der Bankkonten anbinden und Ausgaben analysieren soll.
In der Claude-App für iOS ist ein neuer Bereich mit dem Namen „Money“ aufgetaucht, der neben den bestehenden Bereichen Chats, Code, Artifacts, Dispatch und Cowork angezeigt wird. Entdeckt wurde die noch nicht offiziell angekündigte Funktion vom Nutzer TestingCatalog auf der Plattform X. Laut dem in der App sichtbaren Text sollen Nutzerinnen und Nutzer künftig ihre Bankkonten mit Claude verknüpfen und den Chatbot zu Ausgaben, Finanzplanung und weiteren Fragen rund um die eigenen Finanzen befragen können; ein „Los geht’s“-Button zum Verbinden eines Kontos ist demnach ebenfalls bereits vorhanden.
Da die Funktion offenbar vor der eigentlichen offiziellen Ankündigung sichtbar wurde, ist bislang wenig über die genaue Umsetzung bekannt – etwa welche Banken unterstützt werden sollen, wie die Kontoanbindung technisch erfolgen soll oder ob die Funktion zunächst auf die USA oder einzelne US-Bundesstaaten beschränkt bleibt. Für die Mehrheit der Nutzerinnen und Nutzer scheint sie derzeit noch nicht verfügbar zu sein.
ANTHROPIC 🔥: A new "Claude Money" feature is being prepared for release on the Claude app for iOS.
— 🚨 AI News | TestingCatalog (@testingcatalog) September 14, 2026
Claude Money (sounds like Claude Monet!) is Anthropic's personal finance solution that lets users connect their bank accounts to Claude.
> "Understand your money with Claude" -… pic.twitter.com/31C5LfDYrs
Vergleichbare Funktion bereits bei OpenAI
Eine ähnliche Funktion bietet der Konkurrent OpenAI bereits unter dem Namen „Finances“ in ChatGPT an, worüber sich Bankkonten, Kreditkarten, Broker-Depots und weitere Finanzkonten über den Anbieter Plaid verbinden lassen. Verbundene Daten kann ChatGPT laut OpenAI nutzen, um Fragen zu Ausgaben, Rechnungen, Abonnements, Ersparnissen, Vermögen und Investitionen zu beantworten; das Unternehmen betont zudem, persönliche Nutzerdaten nicht zum Training eigener KI-Modelle zu verwenden, und unterstützt nach eigenen Angaben aktuell mehr als 12.000 Finanzinstitute in den USA. Sollte Anthropic einem ähnlichen, zunächst begrenzten Rollout folgen, wäre es laut BleepingComputer nicht überraschend, wenn die Funktion aufgrund abweichender Datenschutzvorgaben zunächst nicht in Europa verfügbar wäre.
(red)