Zugriff auf Live-Daten

moresophy bringt KI-Plattform ContextChat 2.0

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Der Münchner Anbieter moresophy erweitert seine Enterprise-KI ContextChat um Skills, Live-Daten und eine nachvollziehbare Herleitung.

Der Münchner KI-Anbieter moresophy hat die zweite Version seiner Enterprise-KI-Anwendung ContextChat vorgestellt. Das Unternehmen, das seit 2001 KI-Lösungen für den Unternehmenseinsatz entwickelt, hatte die erste Version im Sommer 2025 eingeführt. Laut moresophy soll ContextChat 2.0 nicht mehr nur einzelne Fragen zu Unternehmensdaten beantworten, sondern komplette Bearbeitungsprozesse abbilden – von der Analyse einzelner Informationen über deren Zusammenführung bis zur Planung nächster Schritte.

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Modulare Skills als Bausteine

Nach Unternehmensangaben lassen sich in ContextChat 2.0 sogenannte Skills einrichten – klar umrissene fachliche Aufgaben, für die sich jeweils festlegen lässt, welche Fragen sie bearbeiten, welches Fachwissen gilt und welche Datenquellen benötigt werden. Mehrere Skills lassen sich zu Assistenten für konkrete Anwendungsfälle kombinieren, etwa für Ausschreibungen, die Schadenbearbeitung in Versicherungen oder die Analyse von Medienberichten. Fachverantwortliche sollen bestehende Skills ohne Programmierkenntnisse anpassen können; die Orchestrierung übernimmt die unternehmenseigene, laut moresophy zum Patent angemeldete Technologie DAPHY, die analytische und generative KI kombiniert.

Zugriff auf Live-Daten statt nur auf Dokumente

Anders als bei klassischen dokumentenbasierten Ansätzen (Retrieval-Augmented Generation) soll ContextChat 2.0 zusätzlich Datenbanken, ERP-Systeme und weitere Fachanwendungen direkt einbinden und während der Bearbeitung aktuelle Informationen daraus abfragen. moresophy nennt als Beispiel einen Ausschreibungsassistenten, der Anforderungen aus eingehenden Unterlagen mit Produktdaten, Nachweisen und aktuellen Lieferinformationen verknüpfen kann. Dieselbe Logik lasse sich laut Unternehmen auch auf ganze Bestände anwenden, etwa um Vertragsportfolios systematisch auf Risiko- oder Kostenmuster zu untersuchen.

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Bildquelle: moresophy
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Nachvollziehbare Herleitung der Ergebnisse

Ein weiterer Bestandteil ist eine Schritt-für-Schritt-Herleitung, die laut moresophy zeigen soll, welche Begriffe geklärt, welche Datenquellen genutzt und welche Regeln angewendet wurden. Fehle eine passende Regel, kennzeichne das System Unsicherheiten oder Widersprüche für die weitere fachliche Prüfung, statt eine unbelegte Antwort auszugeben. Das Unternehmen nennt vor allem regulierte Prozesse als Zielgruppe, in denen automatisierte Bearbeitungsschritte dokumentiert und kontrolliert werden müssen. Firmengründer Heiko Beier erklärte:

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„Die nächste Phase der Unternehmens-KI entscheidet sich nicht an immer größeren Modellen, sondern daran, ob Unternehmen ihre Daten und deren Bedeutung beherrschen. Wer nicht zeigen kann, welche Daten, Regeln und Berechnungen zu einem Ergebnis geführt haben, kann geschäftskritische Entscheidungen nicht verantwortbar automatisieren.“

Heiko Beier, Firmengründer von moresophy

Betrieb, Zeitplan und weiteres Modul

ContextChat 2.0 soll laut moresophy sowohl als Software-as-a-Service als auch in einer dedizierten Private Cloud oder On-Premises betrieben werden können, etwa für Betreiber kritischer Infrastrukturen. Das Preismodell kombiniert demnach einen Plattform-Tarif mit einer nutzungsabhängigen Komponente. Als erstes optionales Zusatzmodul nennt das Unternehmen ein „Glossary Lifecycle Management“, das organisationsspezifische Begriffsdefinitionen aus vorhandenen Inhalten ableiten und von Fachverantwortlichen prüfen lassen soll. ContextChat 2.0 soll ab dem 15. September 2026 verfügbar sein.

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Bildquelle: moresophy

(red/moresophy)

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