Nach OpenAIs Astra-Vorstellung

Nvidia-Chef Jensen Huang erklärt: „AGI ist da“

Jensen Huang
Bildquelle: jamesonwu1972 /Shutterstock.com

Nvidia-Geschäftsführer Jensen Huang hat am Sonntag auf der Plattform X erklärt, mit der Veröffentlichung von OpenAIs neuem Modell GPT-6 Astra sei eine allgemeine künstliche Intelligenz, kurz AGI, erreicht.

AGI bezeichnet dabei ein bislang rein hypothetisches KI-System, das menschliche kognitive Fähigkeiten über praktisch jede beliebige intellektuelle Aufgabe hinweg erreichen oder übertreffen kann, im Unterschied zu heutigen KI-Systemen, die typischerweise nur auf bestimmte Aufgabenfelder spezialisiert sind. Huang wies in seinem Beitrag zugleich auf den Umfang der für das Training verwendeten Infrastruktur hin.

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Ergänzend kündigte er an, weitere 400.000 Grafikprozessoren stünden demnächst zusätzlich zur Verfügung, ein Hinweis auf Nvidias eigene Rolle als zentraler Hardwarelieferant hinter Astra, das nach Angaben von Huang auf mehr als 100.000 Nvidia-Grace-Blackwell-Systemen mit NVLink72-Verbindung trainiert wurde.

„Von ChatGPT über o1 zu Astra in vier Jahren. AGI ist da. Glückwunsch an das OpenAI-Team.“

Jensen Huang, Nvidia-Geschäftsführer

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OpenAI selbst hatte Astra bereits am Donnerstag vorgestellt und als sein bislang „intelligentestes und am besten ausgerichtetes Modell“ bezeichnet, das anspruchsvollste professionelle Aufgaben mit unerreichter Geschwindigkeit, Genauigkeit und Urteilsvermögen bewältigen könne. OpenAI-Präsident Greg Brockman erklärte bei einem Pressegespräch am selben Tag: „Willkommen im AGI-Zeitalter.“ Persönlich sei er der Ansicht, man habe diesen Punkt bereits erreicht, wobei Menschen wohl rückblickend genau diesen Zeitpunkt und möglicherweise genau dieses Modell als den eigentlichen Beginn ansehen würden.

Kritiker wirft Huang Vorwegnahme ohne Belege vor

Nicht alle Beobachter teilen diese Einschätzung. Der bekannte KI-Forscher und -Kritiker Gary Marcus warf Huang in einem eigenen, am selben Abend veröffentlichten Beitrag vor, vorschnell gehandelt zu haben, ohne dafür Belege oder eine klare Definition zu liefern, was ihm wie der Versuch erscheine, eine wissenschaftliche Frage per Unternehmensdekret zu entscheiden. Er erklärte dazu: „Einen Sieg ohne Definition zu verkünden, verwässert lediglich die Sachlage.“ Marcus veröffentlichte im Anschluss eine eigene, zehn Punkte umfassende Gegendarstellung.

Nach OpenAIs eigenen Angaben erreichte Astra bei mehreren anspruchsvollen Testverfahren hohe Ergebnisse, darunter 98 Prozent beim Test FrontierMath Tier 4, 99,9 Prozent bei ARC-AGI-3 sowie die volle Punktzahl von 100 Prozent beim Sicherheitstest ExploitBench. Der Zugang zu Astra wird schrittweise über die Tarife ChatGPT Plus, Pro, Business und Enterprise sowie zusätzlich über die OpenAI-API, Microsoft Azure und AWS Bedrock ausgeweitet.

(red)

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