Nicht der erste Vorfall

Betreiber von Taco Bell, Pizza Hut und Panera Bread meldet Datenpanne

Taco Bell
Bildquelle: WD StockPhotos/Shutterstock.com

Pan American Group, einer der größten Franchise-Betreiber in den USA, hat eine Datenschutzverletzung offengelegt, bei der Dateien mit Mitarbeiterinformationen abflossen.

Laut einer bei der kalifornischen Generalstaatsanwaltschaft eingereichten Meldung entdeckte das Unternehmen verdächtige Netzwerkaktivität am 9. April 2026. Die anschließende Untersuchung ergab, dass ein unbekannter Akteur zwischen dem 8. und 9. April, also für rund einen Tag, Zugriff auf bestimmte Server hatte und in diesem Zeitraum dort gespeicherte Dateien abrief oder erlangte. Welche konkreten Datenkategorien betroffen waren, geht aus der öffentlich zugänglichen Mitteilung nicht eindeutig hervor, eine forensische Untersuchung ergab jedoch, dass unter anderem vollständige Namen, Führerscheinnummern sowie weitere Ausweisnummern von Beschäftigten offengelegt wurden.

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Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bislang keine Hinweise auf tatsächlichen Identitätsdiebstahl oder Betrug im Zusammenhang mit dem Vorfall gefunden. Vorsorglich bietet Pan American Group betroffenen Beschäftigten dennoch 12 Monate kostenlose Kreditüberwachung sowie Schutz vor Identitätsdiebstahl über den TransUnion-Dienst CyberScout an.

Teil eines großen Franchise-Imperiums

Pan American Group ist eine Tochtergesellschaft der Flynn Group, eines der größten Franchise-Betreiber der USA mit mehr als 430 Applebee’s-Filialen, 280 Taco-Bell-Restaurants, über 360 Arby’s-Standorten sowie 930 Pizza-Hut- und Panera-Bread-Filialen. Zum Portfolio der Flynn Group zählen zudem Wendy’s-Restaurants sowie Fitnessstudios der Kette Planet Fitness.

Nicht der erste Vorfall bei denselben Marken

Dieselbe Angreifergruppe hatte zuvor bereits die Veröffentlichung von Daten der Marken Wendy’s und Burger King reklamiert, konkret bei europäischen Franchise-Standorten von Wendy’s in Großbritannien sowie Burger King in Frankreich, die angeblich erbeuteten Datensätze wurden dabei auf einem Untergrundmarktplatz beworben. Taco Bell und Pizza Hut selbst waren bereits zuvor von Datenschutzverletzungen betroffen: 2023 hatte ein Ransomware-Angriff auf die damalige Muttergesellschaft Yum Brands rund 300 Restaurants zeitweise lahmgelegt. Auch die US-Lebensmittelbranche insgesamt geriet zuletzt wiederholt ins Visier, im Mai dieses Jahres etwa beim Backwarenhersteller Rich Products nach einer erfolgreichen Phishing-Attacke.

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(red)

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