Eine aktuelle Kaspersky-Umfrage zeigt, dass 88 Prozent der Befragten in Deutschland menschenbezogene Faktoren als relevantes Cyberrisiko einstufen.
Damit liegt der Faktor Mensch vor prozessbezogenen Faktoren mit 81 Prozent und technologiebezogene Faktoren mit 66 Prozent. Für die Studie befragte das interne Marktforschungszentrum von Kaspersky 1.800 IT-Sicherheitsspezialisten und Entscheidungsträger für Cybersicherheit in 18 Ländern, darunter Deutschland. Als besonders häufig genannte Einzelrisiken nennen die deutschen Befragten mangelndes IT-Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeitenden mit 32 Prozent, wodurch etwa Social-Engineering-Angriffe leichter zum Erfolg führen können, sowie eine geringe Einbindung von Mitarbeitenden in Sicherheitsinitiativen mit 30 Prozent, da Cybersicherheit nicht allein Aufgabe der IT-Abteilung sei.
An dritter Stelle folgen mit 29 Prozent fehlende regelmäßige Risikobewertungen, die eigentlich helfen sollen, neue Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen entsprechend zu priorisieren. Waldemar Bergstreiser, General Manager DACH bei Kaspersky, erklärte dazu:
„Sicherheitsbewusstsein und die aktive Einbindung der Mitarbeiter sind entscheidend für ein erfolgreiches Sicherheitskonzept.“
Waldemar Bergstreiser, General Manager DACH bei Kaspersky
Unternehmen sollten technische Schutzmaßnahmen daher mit regelmäßigen Schulungen, klaren Sicherheitsprozessen und kontinuierlichen Risikobewertungen verbinden, da sich menschlich bedingte Risiken nur dann nachhaltig reduzieren ließen, wenn Cybersicherheit als gemeinsame Verantwortung im Arbeitsalltag verankert werde.
Cyberrisiko Mensch: Empfehlungen für Unternehmen
Kaspersky empfiehlt Unternehmen, IT- und Sicherheitsteams regelmäßig gezielt weiterzubilden, damit deren Fachwissen zu aktuellen Angriffsmethoden und Abwehrmaßnahmen aktuell bleibt, sowie das Sicherheitsbewusstsein der gesamten Belegschaft fortlaufend zu stärken, etwa um Social-Engineering-Angriffe frühzeitiger zu erkennen. Zusätzlich rät das Unternehmen dazu, eigene Sicherheitsprozesse zu zentralisieren und zu automatisieren, um Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen und interne Sicherheitsteams zu entlasten. Fehlen entsprechende interne Ressourcen, könnten Unternehmen zudem auf externe Managed-Security-Dienstleistungen für Erkennung, Untersuchung und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle zurückgreifen.
(Kaspersky/red)