Linux-Erfinder Linus Torvalds hat selbst einen Patch für den Intel-Xe-Grafiktreiber verfasst und eingespielt.
Möglich wurde die Behebung eines ihn zuvor länger störenden Fehlers nach eigenen Worten nur mit erheblicher Unterstützung durch KI. Der Fehler betraf eine fehlerhafte Behandlung des sogenannten Compute Command Streamer-Speichers, der fälschlich als nutzbarer Grafikspeicher ausgewiesen wurde. Auf einer Battlemage-G21-Grafikkarte führte dies zu einer Diskrepanz beim tatsächlich nutzbaren Speicherbereich, wodurch der Display-Manager GDM in eine Endlosschleife aus Neustarts geriet.
In den Begleitkommentaren zum eigentlichen Commit beschrieb Torvalds den Prozess als besonders zermürbende Fehlersuche, bei der ihm die KI einen Großteil der mühsamen Kleinarbeit abgenommen habe. Nach seinen Worten habe das System mehrfach behauptet, das Problem sei unlösbar und solle stattdessen lediglich dokumentiert werden, sei jedoch auf sein Drängen hin immer wieder bereit gewesen, weiteren Debug-Code hinzuzufügen und die Ergebnisse gewissenhaft auszuwerten. Am Ende habe sich der eigentliche Fehler auf eine einzelne, fehlerhafte Rundungsfunktion reduzieren lassen, wenngleich dafür zuvor 24 einzelne Patches sowie 18 Neustarts des Systems nötig gewesen seien. Die Formulierung der eigentlichen Commit-Nachricht überließ Torvalds nach eigener Aussage der KI selbst.
Torvalds: Teil einer bereits länger bekannten, pragmatischen Haltung
Torvalds hatte sich bereits zuvor öffentlich als grundsätzlicher Befürworter des Einsatzes von KI als Werkzeug gezeigt. Der nun gefundene Fix für den Intel-Xe-Treiber ist bereits in die Entwicklerversion von Linux 7.3 eingeflossen und soll zusätzlich in die stabilen Kernel-Zweige zurückportiert werden.
(red)