Microsoft hat einen Fehler behoben, der nach einem kürzlichen Sicherheitsupdate zu Abstürzen von Windows Defender führte.
Nach Berichten auf Microsofts eigener Support-Seite erhielten Nutzer von Windows 10 und Windows 11 ab Dienstagnachmittag die Fehlermeldung, der Threat-Dienst sei gestoppt worden und müsse neu gestartet werden. Einzelne betroffene Kunden installierten daraufhin sogar ihr gesamtes Betriebssystem neu. Ein Systemadministrator berichtete, sowohl Schnell- als auch vollständige Scans seien fehlgeschlagen, teilweise so gravierend, dass der Defender-Dienst manuell neu gestartet werden musste; entdeckt worden sei das Problem ursprünglich im Rahmen der Untersuchung eines separaten Infektionsfalls.
Ein Microsoft-Sprecher bestätigte, das Problem sei mittlerweile durch ein neues Signatur-Update behoben. Nutzern wird empfohlen, das aktuelle Update zu installieren beziehungsweise automatische Updates zu aktivieren. Die Korrektur wird automatisch angewendet, sobald das Sicherheitsinformationen-Update von Microsoft Defender Antivirus in Version 1.457.236.0 oder neuer installiert ist. Betroffene sollten ihr System über Windows Update aktualisieren und anschließend prüfen, ob die neueste Sicherheitsinformationen-Version installiert ist.
Bereits ähnliche Vorfälle bei Windows Defender in den vergangenen Monaten
Es ist nicht das erste Mal in jüngerer Zeit, dass Microsoft Defender für Probleme sorgt. Bereits im Mai hatten Systemadministratoren berichtet, dass Defender legitime DigiCert-Stammzertifikate fälschlich als Schadsoftware der Familie Trojan:Win32/Cerdigent.A!dha einstufte, was zu zahlreichen Fehlalarmen führte und in einigen Fällen sogar zur Entfernung der betroffenen Zertifikate aus dem Windows-Vertrauensspeicher. Bereits im Dezember 2025 hatte zudem ein umfassender Ausfall des Defender-Portals den Zugriff auf bestimmte Funktionen von Defender XDR blockiert und die Bearbeitung von Bedrohungswarnungen gestört.
(red)