Sparkurs bei der eigenen KI-Nutzung

Microsoft begrenzt internen KI-Verbrauch der eigenen Belegschaft

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Bildquelle: Mijansk786 / Shutterstock.com

Microsoft führt für Mitarbeitende feste KI-Token-Budgets ein und macht das günstigere Modell GPT-5.6 intern zur Standardeinstellung.

Das Fachmagazin 404 Media berichtet aus einer internen E-Mail von Microsofts Executive Vice President Jay Parikh berichtet. Darin heißt es:

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„Während wir unseren Einsatz von GitHub Copilot beschleunigen, um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir alle darauf achten, wie wir Tokens verbrauchen. Tokenmaxxing ist nicht das, worauf wir optimieren. Ich möchte, dass wir uns alle darauf konzentrieren, Ergebnisse zu maximieren, die für unsere Kunden und unser Geschäft tatsächlich etwas bewegen.“

Jay Parikh, Microsofts Executive Vice President

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Laut aktualisierten internen Copilot-Richtlinien, auf die Parikh in der E-Mail verwies, verfügt seit Juli 2026 jeder Unternehmensbereich bei Microsoft über ein festgelegtes Budgetziel für den Token-Verbrauch, Beschäftigte können ihren eigenen Verbrauch zusätzlich über ein internes Dashboard nachverfolgen. Laut den Richtlinien bewegten sich die monatlichen Ausgaben vieler Entwickler bislang im Bereich von mehreren hundert bis zu wenigen tausend US-Dollar an Tokenkosten, ein konkretes Zielbudget wurde bislang nicht veröffentlicht.

Zusätzlich macht Microsoft intern das im Vergleich günstigere Modell GPT-5.6 von OpenAI zur Standardeinstellung, um nach Parikhs Worten „mehr Wert aus unserer Token-Investition“ zu ziehen. Er betonte zugleich, das Ziel sei nicht, den Gesamtverbrauch grundsätzlich zu senken, sondern den Tokenverbrauch mit derselben Disziplin zu steuern, die auch für andere zentrale Ressourcen gelte, ohne den eigenen Weg zu einem „KI-first“-Unternehmen zu bremsen.

Teil eines branchenweiten Trends

Ein anonymer Microsoft-Mitarbeiter kommentierte die neuen Vorgaben gegenüber 404 Media mit den Worten, es sei bezeichnend, dass ausgerechnet ein Unternehmen, das derart viel in KI investiert und KI-Inferenz in großem Umfang subventioniert habe, nun die eigene Belegschaft zum Sparen anhalte. Nach Recherchen des Fachmagazins TheNextWeb hatte Microsoft bereits im Mai die meisten Claude-Code-Lizenzen innerhalb seiner Experiences-and-Devices-Sparte gekündigt und Entwickler aufgefordert, bis zum Ende des Geschäftsjahres auf die GitHub Copilot CLI umzusteigen.

Microsoft reiht sich damit in eine seit Juni beobachtete, branchenweite Entwicklung ein: Auch Unternehmen wie AT&T, Meta, Uber, Walmart und Amazon haben in den vergangenen Monaten begonnen, den KI-Verbrauch ihrer Beschäftigten zu deckeln oder gezielt zu drosseln, nachdem sich die tatsächlichen Kosten des breiten KI-Einsatzes als deutlich höher herausgestellt hatten als ursprünglich kalkuliert.

(red)

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