Mozilla positioniert Firefox mit einer neuen Kampagne bewusst gegen andere große Browser, die nach eigener Darstellung von Milliardären unterstützt werden.
Mozilla hat unter dem Namen „Billionaire Blast Off“ eine neue Marketingkampagne für seinen Browser Firefox gestartet, die gezielt gegen andere große Tech-Konzerne und deren milliardenschwere Eigentümer positioniert ist.
Anlass: 21. Geburtstag von Firefox
Anlass der Kampagne ist der 21. Jahrestag von Firefox im November. Mozilla erklärte dazu im eigenen Blog:
„Während andere große Browser von Milliardären unterstützt werden, existiert Firefox, um sicherzustellen, dass das Internet für dich funktioniert – nicht für diejenigen, die mit deinen Daten Kasse machen.“
Firefox
Kern der Kampagne ist eine interaktive Onlineerfahrung unter billionaireblastoff.firefox.com. Dort können Nutzer einen fiktiven, überzeichneten Milliardär gestalten und ihn virtuell auf eine Einwegreise ins Weltall schicken. Mozilla beschreibt das Format als spielerischen Weg, die Machtverhältnisse der großen Technologiekonzerne umzukehren und daran zu erinnern, dass die Wahlfreiheit bei den Nutzern selbst liegen solle.
Die Kampagne wird auch offline fortgesetzt: Am Messestand von Firefox auf der TwitchCon können Besucher das Kartenspiel Data War spielen, bei dem es darum geht, überzeichnete, launische Milliardärsfiguren auf eine Einwegreise ins All zu schicken. Zusätzlich bietet Mozilla dort eine Augmented-Reality-Kabine an, in der Besucher einen eigenen Milliardärs-Avatar in Lebensgröße erstellen und in 3D auftreten lassen können.

Echter Raketenstart als Höhepunkt
Als Höhepunkt der Kampagne kündigte Mozilla an, ausgewählte, von Nutzern erstellte Avatare tatsächlich mit einer echten Rakete ins All zu schicken. Teilnehmer können ihre selbst gestalteten Avatare in sozialen Medien teilen, um sich die Chance auf einen Platz beim offiziellen Start zu sichern.
Die Abgrenzung von milliardärsgestützten Wettbewerbern ist bei Mozilla kein neues Motiv: Auch im offiziellen Merchandise-Shop des Unternehmens wirbt Mozilla mit dem Slogan, die Kontrolle über das Internet zurück in die Hände der Menschen zu legen, „nicht in die Hände machtgieriger Milliardäre“.
(red)