Start des Bezahldienstes X Money

X startet eigenen Zahlungsdienst X Money mit 6 Prozent Zinsen

X Twitter
Bildquelle: Primakov/Shutterstock.com

Elon Musks Plattform X hat mit X Money einen eigenen Bezahldienst gestartet. Nutzer können Geld senden, Rechnungen bezahlen und bis zu 6 Prozent Zinsen erhalten.

X Money steht in den USA volljährigen Abonnenten der kostenpflichtigen Pläne Premium und Premium+ mit US-Telefonnummer zur Verfügung und bietet neben Peer-to-Peer-Zahlungen zwischen X-Nutzern auch Rechnungszahlungen, Gehaltseingänge bis zu zwei Tage früher als üblich sowie eine physische Visa-Debitkarte. X selbst ist dabei keine Bank, der Dienst basiert auf der Bankinfrastruktur von Cross River Bank sowie dem Zahlungsnetzwerk Visa Direct.

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Guthaben sind über ein sogenanntes Cash-Sweep-Programm bis zu 10 Millionen US-Dollar über die Einlagensicherung FDIC abgesichert, die reguläre Einzelabsicherung liegt bei 250.000 US-Dollar. Neukunden erhalten einen Willkommensbonus von 15 US-Dollar, zusätzlich sind bis zu 3 Prozent Cashback auf bestimmte Kartenzahlungen sowie bis zu 6 Prozent Jahreszins auf Einlagen ab mindestens 1.000 US-Dollar möglich, deutlich mehr als der landesübliche Durchschnittszins für Sparkonten von rund 0,4 bis 0,6 Prozent.

X betreibt den Dienst über die Gesellschaft X Payments LLC, die inzwischen in 41 US-Bundesstaaten sowie Washington D.C. über eine Geldtransmitter-Lizenz verfügt, in den Bundesstaaten New York und Massachusetts steht eine entsprechende Zulassung noch aus.

Kritik an X Money von Senatorin Elizabeth Warren

Bereits im April, vor dem eigentlichen Start des Dienstes, wandte sich die demokratische Senatorin Elizabeth Warren in einem Brief an Musk und äußerte Bedenken, X Money könne Risiken für Verbraucher, die nationale Sicherheit sowie die Stabilität des Finanzsystems mit sich bringen. Sie verwies dabei auf frühere Durchsetzungsmaßnahmen der Einlagensicherungsbehörde FDIC gegen Cross River Bank, unter anderem eine Anordnung aus dem Jahr 2023 wegen unsicherer Praktiken im Bereich fairer Kreditvergabe sowie eine frühere Maßnahme aus dem Jahr 2018 wegen unlauterer und irreführender Geschäftspraktiken.

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Zudem hinterfragte Warren, wie X Money und Cross River Bank die angebotenen 6 Prozent Zinsen finanzieren wollten, während der von der US-Notenbank vorgegebene Leitzins zwischen 3,5 und 3,75 Prozent liege. Wörtlich fragte sie, welche riskanten Investitionen, aufdringlichen Datenmonetarisierungspraktiken oder sonstigen Kniffe X Money oder Cross River Bank dafür einsetzen könnten. Eine öffentliche Antwort auf diese Fragen liegt bislang nicht vor. Musk selbst hatte bereits 2023 bei einer internen Besprechung mit Mitarbeitenden von X erklärt, alles, was mit Geld zu tun habe, werde künftig über die eigene Plattform laufen.

(red)

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