Apples meistverkauftes Notebook, das MacBook Air, ist nach Angaben von Bloomberg-Journalist Mark Gurman derzeit nur eingeschränkt verfügbar.
Laut Gurman berichten Mitarbeitende in Apple-Filialen, die Nachschubsituation beim MacBook Air sei so angespannt wie nie zuvor. Im US-amerikanischen Onlineshop von Apple liegt die angegebene Lieferzeit derzeit zwischen zwei und sechs Wochen, wobei Konfigurationen mit größerem Arbeitsspeicher am längsten auf sich warten lassen. Einzelne Modelle sollen laut Berichten erst Ende August oder im September verfügbar sein. Die Verzögerungen betreffen das MacBook Air, obwohl Apple die Preise für das Gerät sowie 13 weitere Produkte bereits im Juni angehoben hatte. Das 13-Zoll-Modell kostet in den USA seither 1.299 statt zuvor 1.099 US-Dollar.
Ursache der Engpässe ist der weltweite Mangel an Arbeits- und Flash-Speicherchips, der laut übereinstimmenden Berichten daher rührt, dass Speicherhersteller ihre Fertigungskapazitäten zunehmend auf hochpreisige HBM-Speicherchips für KI-Rechenzentren verlagern. Dadurch wurden zunächst die Nischenmodelle Mac mini und Mac Studio ausgebremst, inzwischen erreicht der Effekt mit dem MacBook Air auch Apples meistverkauftes Notebook. Nach Angaben von Gurman versucht Apple, dem Engpass unter anderem durch den zusätzlichen Bezug von Speicherchips über chinesische Zulieferer zu begegnen.
Auch andere Hersteller von der Speicherknappheit betroffen
Apple ist mit dem Problem nicht allein: Am selben Tag, an dem Apple im Juni seine Preise anhob, kündigte auch Microsoft eine Preiserhöhung von 100 bis 150 US-Dollar für seine Xbox-Konsolen an und strich zugleich die bisherige Spitzenkonfiguration mit 2 Terabyte Speicher aus dem Programm. Auch die PC-Hersteller Dell, HP, Lenovo und Asus erhöhten zuletzt ihre Preise oder reduzierten die verbaute Speicherkapazität ihrer Geräte. Der Speicherhersteller Samsung rechnet nach Berichten damit, dass sich die Knappheit im Jahr 2027 zunächst weiter verschärfen und bis 2028 anhalten könnte, da KI-Rechenzentren weiterhin einen erheblichen Teil der weltweiten Speicherproduktion binden.
(red)