Wegen KI

Stellenabbau: Microsoft entlässt tausende Mitarbeiter

Microsoft
Bildquelle: HJBC / Shutterstock.com

Microsoft plant kommende Woche die Entlassung von knapp 5.500 Mitarbeitern, um verstärkt in Infrastruktur für künstliche Intelligenz zu investieren.

Microsoft bereitet eine neue Entlassungswelle vor, die voraussichtlich in der nächsten Woche offiziell bekannt gegeben wird. Berichten von Business Insider zufolge sind von den Kürzungen vor allem Angestellte in Vertriebspositionen und Beratungsrollen betroffen. Zudem sollen bisher erwartete Stellenkürzungen in der Xbox-Spieldivision Teil dieser Maßnahme sein. Insgesamt betrifft der Abbau weniger als 5.500 Personen, was einem Anteil von unter 2,5 Prozent der weltweit rund 220.000 Mitarbeiter entspricht. Einige der betroffenen Angestellten sollen direkt neue Positionen im Unternehmen angeboten bekommen. Bereits im Jahr 2025 hatte das Unternehmen 6.000 Stellen gestrichen, gefolgt von der Entlassung von rund 300 Mitarbeitern bei der Tochtergesellschaft LinkedIn. Im Jahr 2023 belief sich die Zahl der Entlassungen auf 10.000 Arbeitsplätze.

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Fokussierung auf Infrastruktur für künstliche Intelligenz bei Microsoft

Der fortlaufende Personalabbau steht im Zusammenhang mit einer strategischen Neuausrichtung. Microsoft reduziert die Kosten in traditionellen Bereichen, um erhebliche finanzielle Mittel in den Ausbau von künstlicher Intelligenz zu investieren. Seit dem Jahr 2025 belaufen sich diese Investitionen auf rund 190 Milliarden US-Dollar. Die Gelder fließen unter anderem in den Bau neuer Rechenzentren; das Unternehmen betreibt derzeit etwa 300 dieser Anlagen in 34 Ländern. Zu den jüngsten Produktentwicklungen gehört der KI-Assistent Scout, der auf der Open-Source-Plattform OpenClaw basiert. Vor der geplanten Erweiterung dieser Plattform identifizierten Sicherheitsforscher jedoch fünf Zero-Day-Schachstellen im OpenClaw-System.

Kritik von Softwareentwicklern an Token-Modell

Neben externen Plattformen entwickelt der Konzern eigene KI-Modelle, die unter anderem das Programmierwerkzeug GitHub Copilot unterstützen sollen. Die Einführung des Tarifs Copilot Pro für monatlich 39 US-Dollar stieß in der Entwicklergemeinschaft auf Kritik. Grund hierfür ist ein verbrauchsbasiertes Abrechnungssystem. Softwareentwickler bemängelten, dass das monatliche Token-Kontingent bei intensiver Nutzung sehr schnell erschöpft sei; in Berichten wurde ein Verbrauch von acht Prozent des Monatsvolumens innerhalb von zwei Stunden angeführt.

(red)

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