Trotz eines Rekordumsatzes von 56,3 Milliarden Dollar entlässt Meta rund 8.000 Mitarbeiter. Zuvor erhielten sechs Manager millionenschwere Aktienoptionen.
Der Technologiekonzern Meta hat im ersten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 56,3 Milliarden US-Dollar erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn belief sich auf 26,8 Milliarden US-Dollar, wobei in dieser Summe ein einmaliger Steuereffekt in Höhe von 8,03 Milliarden US-Dollar enthalten ist. Der Großteil des Umsatzes wurde durch das Werbegeschäft generiert, das 55,024 Milliarden US-Dollar einbrachte. Die Zahl der Werbeeinblendungen stieg um 19 Prozent, während der durchschnittliche Preis pro Anzeige um 12 Prozent zunahm.
Trotz der positiven Quartalszahlen gab die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 7 Prozent nach. Als Gründe hierfür gelten ein leichter Rückgang der täglich aktiven Nutzer über alle Plattformen hinweg sowie eine deutliche Erhöhung der prognostizierten Kapitalausgaben. Meta erwartet für das Gesamtjahr Investitionen zwischen 125 und 145 Milliarden US-Dollar, die vor allem in KI-Chips und den Ausbau von Rechenzentren fließen sollen. In der Gewinnmitteilung hieß es dazu:
„Dies spiegelt unsere Erwartungen für höhere Komponentenpreise in diesem Jahr und in geringerem Maße zusätzliche Rechenzentrumskosten zur Unterstützung der Kapazität künftiger Jahre wider.“
Meta
Aktienoptionen für Meta-Führungskräfte und Entlassungswelle
Kurz vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen leitete Meta umfassende personelle Restrukturierungen ein. Rund 8.000 Mitarbeiter, was etwa 10 Prozent der Gesamtbelegschaft von 77.986 Angestellten entspricht, verloren zum 20. Mai 2026 ihre Stellen. Zusätzlich wurden 6.000 unbesetzte Positionen gestrichen, während 7.000 Angestellte in neu formierte KI-Teams wechselten. Janelle Gale, die Personalchefin von Meta, begründete die Entlassungen in einem Memorandum: „um das Unternehmen effizienter zu führen und es uns zu ermöglichen, die anderen Investitionen, die wir tätigen, auszugleichen.“ Geschäftsführer Mark Zuckerberg hatte diese Entwicklung bereits im Januar angedeutet: „Wir beginnen zu sehen, dass Projekte, die früher große Teams erforderten, jetzt von einer einzigen, sehr talentierten Person bewältigt werden.“
Parallel zu den Sparmaßnahmen gab das Unternehmen über Einreichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC einen neuen Aktienoptionsplan für sechs hochrangige Führungskräfte bekannt. Jeder dieser Manager erhielt 653.865 Aktienoptionen, deren Auszahlung an das Erreichen ehrgeiziger Börsenwerte bis zum Jahr 2031 gekoppelt ist. Die Zielmarken reichen von 1.116 US-Dollar bis zu 3.727 US-Dollar pro Aktie. Sollten die maximalen Meilensteine erreicht werden, könnten die Pakete inklusive zusätzlicher Aktienprämien einen Wert von bis zu 921 Millionen US-Dollar pro Person erreichen. Voraussetzung für die maximale Auszahlung ist ein Anstieg des Marktwertes von Meta auf 9,5 Billionen US-Dollar. Bislang haben diese Optionen keinen realen Gegenwert.
(red)