10 Gigawatt in Planung

OpenAI prüft Mega-Rechenzentrum in Ohio

OpenAI
Bildquelle: Stock all/Shutterstock.com

OpenAI verhandelt über ein 10-Gigawatt-Rechenzentrum in Ohio. Das Projekt könnte 500 Milliarden Dollar kosten und Nvidia einbinden.

OpenAI erwägt nach Informationen von Reuters die Anmietung eines geplanten 10-Gigawatt-Rechenzentrumscampus im US-Bundesstaat Ohio. Das Projekt soll auf Bundesgelände entstehen und könnte zu den größten KI-Infrastrukturvorhaben weltweit zählen.

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Finanzielle Details wurden offiziell nicht bestätigt. The Information berichtet unter Berufung auf mit der Initiative vertraute Personen, dass die Baukosten bei mindestens 500 Milliarden US-Dollar liegen könnten.

Dimension deutlich über Hyperscale-Niveau

Mit einer geplanten Leistung von zehn Gigawatt würde die Anlage bestehende Großrechenzentren deutlich übertreffen. Typische Hyperscale-Standorte von Unternehmen wie Google, Amazon oder Microsoft bewegen sich meist im Bereich von 20 bis über 100 Megawatt. Das geplante Projekt in Ohio läge damit um ein Vielfaches darüber. OpenAI soll die technische Ausstattung des Standorts im Rahmen eines 20-jährigen Leasingvertrags kontrollieren. Die Mietzahlungen würden dem Bericht zufolge mit Inbetriebnahme beginnen.

Nvidia als möglicher Partner für Rechenzentrum von OpenAI

Nach Angaben von The Information könnte sich Nvidia an dem Vorhaben beteiligen. Das Unternehmen würde demnach zentrale Hardware liefern und möglicherweise auch finanzielle Absicherungen unterstützen, etwa im Zusammenhang mit Leasingverpflichtungen und der Fremdfinanzierung des Energiepartners. Als Projektentwickler wird SB Energy genannt. Das Unternehmen gehört zur japanischen SoftBank Group.

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Standort auf ehemaligem Uran-Gelände

Der geplante Campus ist Teil des „PORTS Technology Campus“ in Süd-Ohio. Das US-Energieministerium hatte im März angekündigt, gemeinsam mit privaten Unternehmen ein stillgelegtes Urananreicherungswerk in eine kombinierte Technologie- und Energieanlage umzuwandeln. Ziel ist der Aufbau eines 10-Gigawatt-Rechenzentrums sowie zusätzlicher Stromerzeugungskapazitäten in ähnlicher Größenordnung, überwiegend auf Basis von Erdgas.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press sollen im Zuge des Projekts auch Übertragungsnetze modernisiert werden, da die bestehende Infrastruktur nicht für energieintensive KI-Systeme ausgelegt ist.

Widerstand vor Ort

In Ohio regt sich zugleich Widerstand gegen großflächige Rechenzentrumsprojekte. Eine Gruppe von Anwohnern hat eine Petition eingereicht, um ein verfassungsrechtliches Verbot von Mega-Rechenzentren zur Abstimmung zu stellen.

Ohio zählt bereits heute zu den bedeutenden US-Standorten für Rechenzentren. Nach Branchenangaben befinden sich dort rund 200 Anlagen, darunter Standorte von Amazon Web Services und Meta. Der erste Bauabschnitt des geplanten OpenAI-Standorts könnte laut im Jahr 2028 beginnen.

(red)

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