Milliardenbewertung für Neuro-KI

Kampf dem Energiehunger: Jeff Bezos finanziert Gehirn-KI

Bezos
Bildquelle: Rokas Tenys / Shutterstock.com

Das Startup Flourish erhält 500 Millionen Dollar unter anderem von Jeff Bezos, um ein energieeffizientes KI-System nach dem Vorbild des Gehirns zu bauen.

Das neu gegründete Technologieunternehmen Flourish hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 500 Millionen US-Dollar abgeschlossen und wird mit 2,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Zu den Investoren gehört Amazon-Gründer Jeff Bezos, der seine anfängliche Beteiligung von 50 Millionen US-Dollar im Verlauf fast verdoppelte. Weitere Gelder stammen von Lux Capital, Google Ventures und Catalio. Das Startup wurde von Rob Williams, einem ehemaligen Manager des Software-Teams von Amazon, und dem Neurowissenschaftler Thomas Reardon ins Leben gerufen. Die Gründer stellten das Konzept erstmals im Dezember 2025 vor, die operative Umsetzung und Finanzierung erfolgten im Januar 2026.

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Zielsetzungen zur Energieeffizienz und biologische Vergleiche

Das langfristige Ziel von Flourish besteht darin, die biologische Architektur des menschlichen Gehirns zu entschlüsseln, um effizientere Systeme zu entwickeln. Das geplante System namens Cortex AI soll im Gegensatz zu aktuellen Modellen kontinuierlich lernen und mit einem Bruchteil der heutigen Energie auskommen. Während der menschliche Organismus etwa 20 Watt für die Informationsverarbeitung benötigt, verbrauchen moderne Rechenzentren für große Sprachmodelle mehrere Gigawatt.

Das Startup strebt ein künstliches Gehirn an, das mit maximal 50 Watt betrieben werden kann. Zudem kritisieren die Gründer den enormen Datenbedarf aktueller KI-Modelle. Thomas Reardon äußerte dazu:

„Es ist etwas grundlegend falsch an der Aussage: ‚Ich muss im Grunde jedes jemals geschriebene Buch zwanzigmal lesen, um Englisch zu lernen, Ein menschliches Baby schafft das mit ein paar hunderttausend Äußerungen.“

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Thomas Reardon, Neurowissenschaftler

Zwischenstufen als eigenständige KI-Produkte auf dem Markt

Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten KI-Forscher und Neurowissenschaftler in gemeinsamen Teams zusammen. Die wissenschaftliche Arbeit umfasst biologische Laborexperimente mit spezialisierter Ausrüstung, um Erkenntnisse über die Funktionsweise neuronaler Strukturen zu gewinnen. Auf dem Weg zur finalen Systemarchitektur plant das Unternehmen, Zwischenstufen der in Entwicklung befindlichen Modelle als eigenständige Produkte auf dem Markt zu platzieren.

(red)

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