Folgen einer Cyberattacke

Chef von Marks & Spencer verliert Bonus nach Millionen-Cyberangriff

Marks and Spencer
Bildquelle: Ian Dewar Photography/Shutterstock.com

Nach einem Cyberangriff der Gruppe Scattered Spider verliert der Chef der britischen Handelskette Marks & Spencer seinen Jahresbonus für 2025/26.

Der britische Handelskonzern Marks & Spencer hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2026 vorgelegt. Demnach erhält der Vorstandsvorsitzende Stuart Machin für das Geschäftsjahr 2025/26 keinen Jahresbonus. Grund dafür sind die weitreichenden finanziellen und operativen Schäden durch einen schweren Cyberangriff im April 2025. Der Vorfall verursachte direkte Kosten in Höhe von 131,3 Millionen britischen Pfund (rund 174,5 Millionen US-Dollar) für die Reaktion, die Wiederherstellung und die Sanierung der Systeme. Zudem sank der Jahresgewinn des Unternehmens von 881,1 Millionen Pfund im Vorjahr auf 671,4 Millionen Pfund. Die zuständige Vergütungskommission entschied daher, dass eine zusätzliche Bonuszahlung nicht gerechtfertigt sei.

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Ablauf des Cyberangriffs durch Scattered Spider

Die Cyberattacke wurde im April 2025 von der bekannten Ransomware-Erpressergruppe Scattered Spider durchgeführt. Der Angriff zwang das Einzelhandelsunternehmen dazu, sowohl seinen Online-Shop als auch die dazugehörige Smartphone-App vollständig abzuschalten. In den physischen Filialen kam es aufgrund von Systemausfällen zu logistischen Problemen und teilweise leeren Regalen. Die vollständige Wiederherstellung des Online-Handels konnte erst am 12. August 2025 abgeschlossen werden. Die operativen Störungen und Probleme bei der Produktverfügbarkeit zogen sich bis weit in das Geschäftsjahr hinein. Machin bezeichnete den Vorfall intern als eine Unebenheit auf der Straße und versicherte den Stakeholdern, das Unternehmen werde aus dieser Sache in einer besseren Verfassung hervorgehen.

Reduzierung der Vorstandsbezüge bei Marks & Spencer

Trotz des Ausfalls der Bonuszahlung beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstandsvorsitzenden Stuart Machin für das Geschäftsjahr 2025/26 auf 3,968 Millionen Pfund. Im vorherigen Geschäftsjahr hatte er inklusive eines Bonus von 1,635 Millionen Pfund noch insgesamt 7,047 Millionen Pfund erhalten. Die Vergütungskommission lobte in ihrem Bericht zwar den Einsatz der Belegschaft, lehnte die Sonderzahlung für den Konzernchef jedoch ab. Die Kommission teilte dazu mit:

„Während des Cybervorfalls reagierten die Kollegen mit außergewöhnlichem Engagement und Resilienz, angeführt von einem herausragenden Managementteam, das das Geschäft gemeinsam in den schwierigsten Zeiten am Laufen hielt,“. Mit Blick auf die finanziellen Verluste hieß es weiter: „Es wurde jedoch der Schluss gezogen, dass es unter den gegebenen Umständen und unter besonderer Berücksichtigung der Erfahrungen unserer Aktionäre nicht angemessen wäre, eine Bonuszahlung für 2025/26 zu leisten.“

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Kommission von Marks & Spencer

Autorenbild Lisa Löw

Lisa

Löw

Junior Online-Redakteurin

IT-Verlag

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