Verknüpfte Geschäftsdaten

SAP und Snowflake bringen Unternehmensdaten in KI-Anwendungen

Snowflake
Bildquelle: Michael Vi /Shutterstock.com

Die Zusammenarbeit zwischen SAP und Snowflake geht in die nächste Phase: Beide Unternehmen haben ihre gemeinsame Integration für Enterprise-KI offiziell verfügbar gemacht.

Ziel ist es, Unternehmensdaten aus SAP-Systemen direkt in der Snowflake AI Data Cloud nutzbar zu machen – ohne aufwendige Datenkopien oder zusätzliche Verschiebungen zwischen Plattformen.

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Damit reagieren die beiden Anbieter auf einen wachsenden Bedarf vieler Unternehmen: KI-Anwendungen benötigen nicht nur große Datenmengen, sondern vor allem aktuelle, verlässliche und miteinander verknüpfte Geschäftsdaten.

KI braucht Zugriff auf zentrale Unternehmensdaten

Vor allem generative KI und autonome KI-Agenten sind darauf angewiesen, auf konsistente Datenquellen zugreifen zu können. Genau hier setzt die neue Integration an. SAP-Daten lassen sich künftig gemeinsam mit anderen strukturierten oder unstrukturierten Unternehmensdaten auswerten und für Analysen oder KI-Modelle verwenden.

Die Partnerschaft soll dabei helfen, klassische Datensilos aufzubrechen. Informationen aus ERP-Systemen, Finanzdaten, Lieferketten oder Kundendaten können mit externen Quellen kombiniert werden, ohne dass Unternehmen ihre bestehende Datenarchitektur grundlegend umbauen müssen.

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Zwei Lösungen für unterschiedliche Anforderungen

Die gemeinsame Plattform umfasst zwei zentrale Bausteine. Mit „SAP Snowflake“ erhalten neue Snowflake-Kunden einen zertifizierten Zugang zur Snowflake AI Data Cloud. Unternehmen können dadurch SAP-Daten und weitere Unternehmensinformationen auf einer gemeinsamen Infrastruktur zusammenführen und für Analyse- sowie KI-Anwendungen nutzen.

Ergänzend dazu steht „SAP Business Data Cloud Connect for Snowflake“ bereit. Diese Lösung richtet sich an bestehende Snowflake-Kunden und ermöglicht den bidirektionalen Zugriff auf SAP-Daten nahezu in Echtzeit. Die Daten verbleiben dabei im jeweiligen Ursprungssystem, wodurch Governance- und Kontrollmechanismen erhalten bleiben.

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Einsatzmöglichkeiten reichen von Lieferketten bis Kundenanalyse

Die möglichen Anwendungsfelder reichen weit über klassische Datenanalysen hinaus. Unternehmen können beispielsweise KI-gestützte Prognosen für Lieferketten erstellen, indem sie SAP-Bestandsdaten mit Wetterinformationen oder Marktdaten kombinieren.

Auch im Finanzbereich eröffnet die Integration neue Möglichkeiten für Szenarioanalysen und Planungsmodelle. Darüber hinaus können Kaufhistorien aus SAP-Systemen mit Verhaltens- und Kundendaten verknüpft werden, um personalisierte Angebote zu entwickeln oder Veränderungen bei der Kundenbindung frühzeitig zu erkennen.

Christian Kleinerman von Snowflake beschreibt die gemeinsame Strategie als Verbindung von betriebswirtschaftlichem Kontext und skalierbarer KI-Infrastruktur. Während SAP die Geschäftslogik und Unternehmensdaten bereitstelle, ergänze Snowflake die technische Grundlage für Datenmanagement, Governance und KI-Workloads.

Zum Marktstart steht die Integration zunächst Unternehmen zur Verfügung, die Snowflake über Amazon Web Services nutzen. Unterstützung für Microsoft Azure und die Google Cloud Platform soll laut den Unternehmen in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 folgen.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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