Datenschutz wird wichtiger Kaufgrund

Mehr Menschen zahlen für KI-Dienste

KI-Kosten

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend vom Experimentierfeld zum festen Bestandteil des digitalen Alltags.

Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer sind bereit, für KI-Anwendungen Geld auszugeben – und investieren dabei teilweise deutlich höhere Summen als noch vor einem Jahr.

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Laut der repräsentativen Befragung zahlen inzwischen 13 Prozent der KI-Nutzer für mindestens einen KI-Dienst. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 8 Prozent. Gleichzeitig wächst auch die Offenheit gegenüber kostenpflichtigen Angeboten: Fast ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, künftig auf ein Bezahlmodell umzusteigen.

Ki Zahlung

Weniger Ablehnung gegenüber kostenpflichtiger KI

Während kostenpflichtige KI-Angebote früher häufig kritisch gesehen wurden, sinkt die grundsätzliche Ablehnung inzwischen deutlich. Nur noch knapp die Hälfte der Befragten schließt aus, Geld für KI-Anwendungen auszugeben. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch erheblich höher.

Die Studie deutet darauf hin, dass viele Menschen KI inzwischen als praktisches Werkzeug wahrnehmen und nicht mehr nur als technische Spielerei. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst erklärt, dass sich mit dem wachsenden Nutzen auch die Zahlungsbereitschaft erhöht. Besonders Anbieter mit spürbarem Mehrwert könnten davon profitieren.

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Monatliche Ausgaben steigen spürbar

Auch die durchschnittlichen Kosten für KI-Dienste nehmen zu. Wer aktuell bezahlt, gibt im Schnitt rund 20 Euro pro Monat aus – und damit mehr als noch im Vorjahr.

Die Ausgaben unterscheiden sich dabei deutlich je nach Nutzungsverhalten. Ein Teil der zahlenden Nutzer bleibt unter zehn Euro monatlich, viele investieren jedoch zwischen 20 und 30 Euro. Rund jeder fünfte zahlende Nutzer gibt sogar mehr als 30 Euro im Monat für KI-Anwendungen aus.

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Leistung und Komfort als wichtigste Gründe

Der Hauptgrund für kostenpflichtige KI-Angebote bleibt die bessere Leistung. Viele Nutzer erhoffen sich leistungsfähigere Modelle, präzisere Ergebnisse und stabilere Systeme. Auch eine höhere Geschwindigkeit spielt eine wichtige Rolle.

Daneben gewinnen Komfortfunktionen zunehmend an Bedeutung. Dazu zählen zusätzliche Werkzeuge, weniger Nutzungsbeschränkungen oder ein direkter Kundensupport. Für manche Nutzer ist auch eine werbefreie Nutzung entscheidend.

Datenschutz wird zum Wettbewerbsfaktor

Auffällig ist zudem die wachsende Bedeutung des Datenschutzes. Mehr als ein Drittel der zahlenden Nutzer gab an, wegen besserer Datenschutzstandards zu einer kostenpflichtigen Version gewechselt zu sein.

Damit könnte sich für europäische Anbieter eine wichtige Chance ergeben. Gerade beim Thema Vertrauen und Datensicherheit sehen viele Nutzer offenbar klare Unterschiede zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten.

Die Bitkom-Umfrage zeigt insgesamt, dass sich der Markt für KI-Dienste zunehmend professionalisiert. Nutzer erwarten nicht nur innovative Funktionen, sondern auch Zuverlässigkeit, Schutz sensibler Daten und eine dauerhaft stabile Nutzungserfahrung.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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