Ermittlungen könnten aber wieder aufgenommen werden

Hackerangriff auf Südwestfalen-IT: Ermittlungen eingestellt

Akte, Ermittlungen

Im Herbst 2023 schockierte ein Hackerangriff auf den Dienstleister Südwestfalen-IT, der mehr als 70 Kommunen lahmlegte. Die Täter wurden bisher nicht entdeckt, die Ermittlungen nun eingestellt.

Rund zweieinhalb Jahre nach dem folgenschweren Cyberangriff auf den kommunalen Dienstleister Südwestfalen IT hat die zuständige Cybercrime-Einheit ZAC NRW bei der Staatsanwaltschaft Köln die Ermittlungen eingestellt. Man habe keine Beschuldigten ausfindig machen können und sehe keine erfolgversprechenden Ermittlungsansätze mehr, sagte Staatsanwalt Christoph Hebbecker auf dpa-Anfrage. Auch der WDR hatte berichtet.

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Gut 70 Kommunen mit insgesamt rund 1,7 Millionen Einwohnern waren von dem Hackerangriff Ende Oktober 2023 betroffen. Über mehrere Monate konnten zahlreiche Online-Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Orten nicht oder nur unvollständig angeboten werden.

Services rund um Sozialhilfe, Wohngeldanträge, Kfz-Anmeldungen oder Verfahren zu Geburten, Hochzeiten oder Todesfällen waren teilweise fast vollständig lahmgelegt. Kommunen mussten auf Behelfslösungen wie Notfall-Homepages, Papierdokumente oder vermehrte telefonische und persönliche Kontakte ausweichen.

Ermittlungen könnten wieder aufgenommen werden

Die Hacker hatten eine Erpresser-Software eingesetzt und waren auf Lösegeld aus, hatten aber keine Beute machen können. Persönliche Daten von Einwohnern der betroffenen Städte, Kreise und Gemeinden waren nicht abgeflossen. Die Ermittlungen richteten sich gegen Unbekannt. Sollten sich doch noch neue Ansätze ergeben, könne das Verfahren wieder aufgenommen werden, schilderte Hebbecker. 

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Nach früheren Angaben hatte eine Gruppierung namens Akira den Angriff für sich «in Anspruch genommen», wie es seitens der Ermittler hieß. Wer hinter der Gruppe stehe und ob diese tatsächlich für die Attacke verantwortlich sei, blieb aber nach damaligen Angaben offen.

dpa

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