Längerer Zyklus, neuer Installer

Linux Mint 23 kommt zu Weihnachten

Linux Mint
Bildquelle: Vladimir 2401/Shutterstock.com

Die Entwickler von Linux Mint kündigen einen längeren Releasezyklus und tiefgreifende technische Änderungen an. Der nächste Release heißt intern vorerst „Alfa“ und baut auf Ubuntu 26.04 LTS auf.

Das Linux-Mint-Projekt hat seine monatlichen Neuigkeiten für März 2026 veröffentlicht und dabei weitreichende Entscheidungen über die künftige Entwicklungsstrategie bekanntgegeben. Projektleiter Clem zufolge befindet sich das Team an einem Scheideweg und will die Gelegenheit nutzen, wichtige strukturelle Änderungen umzusetzen.

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Längerer Releasezyklus, Veröffentlichung zu Weihnachten

Die wohl bedeutendste Entscheidung: Linux Mint wird künftig einen längeren Entwicklungszyklus verfolgen. Der nächste stabile Release ist für Weihnachten 2026 geplant. Welche genaue Versionsnummer und welcher Name das fertige Produkt tragen wird, steht noch nicht fest. Ebenso ungeklärt ist, ob Minor-Releases eingefroren oder als Semi-Rolling-Updates ausgeliefert werden und ob es Alpha-Releases geben wird.

Der Installer wird vereinheitlicht: Mint wechselt vom bisherigen Ubiquity zum „Live-Installer“, der bereits in LMDE (Linux Mint Debian Edition) zum Einsatz kommt. Das Installationsprogramm unterstützt OEM-Installationen, BIOS- und EFI-Systeme, SecureBoot sowie LVM- und LUKS-Verschlüsselung.

Interner Arbeitstitel: „Alfa“

Da die Entwicklung bereits begonnen hat, ohne dass der endgültige Name feststeht, nennt das Team den kommenden Release intern „Alfa“ und gibt ihm vorläufig die Versionsnummer 23. Der Name sei bewusst gewählt, da er voraussichtlich nicht bis zum finalen Release erhalten bleibe, so Clem mit einem Augenzwinkern.

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Alfa befindet sich noch in einem frühen Stadium, zeigt laut Projektleiter aber bereits erste Konturen. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf der Basiskonfiguration und dem Installer, bevor Desktopumgebungen, Toolkits und Anwendungen folgen.

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Wayland und gemeinsamer Installer als Meilensteine

Die Entwickler betonen, dass der Wayland-Support und der vereinheitlichte Installer zwischen Mint und LMDE bedeutende Meilensteine für das Projekt darstellen. Cinnamon 6.7 enthält bereits einen neuen Wayland-Bildschirmschoner, den das Team bewusst früh im Entwicklungszyklus testen möchte.

Der längere Entwicklungszyklus komme dem Projekt bereits zugute. „Wir haben Zeit, die Dinge ordentlich zu machen, und nichts fühlt sich unerreichbar an“, schreibt Clem im Monatsbericht. Das Ziel bleibe dabei das gleiche wie immer: Fehler beheben und den Desktop verbessern.

Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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