App statt Amt

SAP und Telekom sollen Bürger-App für den Bund bauen

Karsten Wildberger
Bildquelle: EUS Nachrichten/Shutterstock.com

Die Bundesregierung will Behördengänge in einer zentralen App bündeln. SAP und Telekom sollen dabei helfen.

Wer in Deutschland einen Behördengang erledigen will, kennt das Problem: Je nach Anliegen und Wohnort landet man auf unterschiedlichen Portalen, mit unterschiedlichen Logins und unterschiedlich weit fortgeschrittener Digitalisierung. Die Bundesregierung will diesen Flickenteppich offenbar durch eine einzige Anlaufstelle ersetzen.

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Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf interne Unterlagen, dass dafür SAP und die Telekom-Tochter T-Systems unter Vertrag genommen wurden. Erstere für die Software, letztere für die Infrastruktur.

Was die Bürger-App können soll, liest sich wie ein Wunschzettel der Verwaltungsdigitalisierung: Termine bei Behörden buchen, Kindergeld beantragen, umziehen, ein Unternehmen gründen, alles über eine Oberfläche. Lernende KI-Agenten sollen Nutzer dabei begleiten und Routineabläufe automatisieren.

Noch im April soll ein Prototyp fertig sein, der anschließend in einigen Städten sowie bei der Bundesagentur für Arbeit erprobt wird.

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Ähnliche Konzepte existieren bereits auf Landesebene, etwa in Bayern und Hessen. Die deutsch-türkische Firma Kobil betreibt eine vergleichbare „Super-App” bereits in Worms und Istanbul. Eine bundesweit einheitliche Lösung wäre jedoch neu.

Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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