400 Mio. Euro

Bundeskartellamt: Adobe darf Semrush übernehmen

Adobe
Bildquelle: chrisdorney/Shutterstock.com

Der US-Softwarekonzern Adobe hat grünes Licht für die Übernahme des SEO-Spezialisten Semrush erhalten. Das Bundeskartellamt hat den Deal heute, Freitag, im Vorprüfverfahren freigegeben.

Für die Akquisition legt Adobe demnach mehr als 400 Mio. Euro auf den Tisch. Die Wettbewerbshüter in Bonn haben den Zusammenschluss eingehend unter die Lupe genommen. „Da eine erhebliche Verstärkung der Marktstellungen infolge des Zusammenschlusses etwa im Bereich des sich sehr dynamisch entwickelnden Feldes der Antwortmaschinenoptimierung und des Content Managements nicht von vornherein auszuschließen war, hat das Bundeskartellamt substanzielle Ermittlungen bei Kunden und Wettbewerbern vorgenommen”, erklärt Behördenpräsident Andreas Mundt.

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Letztlich habe die Prüfung aber Entwarnung gebracht: Es gebe genügend Alternativen am Markt, und eine Abschottung durch gebündelte Produktangebote sei nicht zu erwarten. Die Behörde gab den Zusammenschluss daher frei.

Photoshop-Konzern trifft auf SEO-Experten

Adobe kennen die meisten durch Kreativ-Tools wie Photoshop oder seine PDF-Anwendungen. Weniger bekannt ist, dass der Konzern mit dem „Adobe Experience Manager” auch im Bereich Content Management und digitalem Marketing aktiv ist.

Semrush wiederum hat sich einen Namen als Plattform für Online-Sichtbarkeit gemacht, vor allem rund um Suchmaschinenoptimierung. Das Unternehmen bietet seit Kurzem auch Werkzeuge an, mit denen Marken ihre Präsenz in KI-Chatbots wie ChatGPT oder Gemini gezielt verbessern können. In diesem noch jungen Feld der sogenannten Antwortmaschinenoptimierung dürfte der Zusammenschluss Adobe strategisch deutlich stärken.

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Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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