Der Cybersecurity-Anbieter Keeper Security erweitert seine Lösungen um die Anmeldung mit FIDO2/WebAuthn-Passkeys.
Damit können Nutzer ihre Zugänge künftig mit biometrischen Daten wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung sowie über PINs absichern – ohne dass klassische Passwörter erforderlich sind.
Die Funktion steht in der Browsererweiterung für Chrome und Edge sowie in der Kommandozeilenanwendung Keeper Commander zur Verfügung.
Schutz der biometrischen Daten: Diese verlassen niemals das Gerät des Anwenders und sind auch für Keeper selbst nicht zugänglich. Auf zusätzliche Software muss nicht zurückgegriffen werden, was die Nutzung vereinfacht und gleichzeitig die Zero-Knowledge-Verschlüsselung wahrt.
Passkeys als Passwort-Ersatz
Passkeys basieren auf offenen FIDO-Standards. Sie erlauben eine Anmeldung nach demselben Prinzip, das auch zum Entsperren von Smartphones oder Laptops verwendet wird. Die dafür genutzten Anmeldedaten sind gerätegebunden, kryptografisch eindeutig und damit deutlich resistenter gegen Phishing-Angriffe als klassische Passwörter.
Für Anwender bedeutet das eine vereinfachte Nutzung: weder Benutzername noch Passwort oder zusätzliche Faktoren müssen eingegeben werden.
Unterstützung durch Plattformen und Geräte
Die neue Funktion nutzt vorhandene Authentifizierungstechnologien: Windows Hello auf Windows-11-Geräten sowie Apples Touch ID auf macOS. Durch die Implementierung von FIDO2/WebAuthn können Passkeys plattformübergreifend und in Chromium-basierten Browsern eingesetzt werden.
Keeper ist Mitglied der FIDO Alliance, die sich seit Jahren dafür einsetzt, passwortfreie Verfahren zu etablieren. Mit der Einführung der Passkey-Anmeldung reiht sich Keeper in die wachsende Zahl von Lösungen ein, die auf diesen offenen Standards beruhen.
Mehr als nur Anmeldung
Neben der biometrischen Authentifizierung bietet Keeper auch Funktionen zur sicheren Speicherung und automatischen Verwendung von Passkeys. Diese stehen in der Browsererweiterung, in den mobilen Apps, im Web- und Desktop-Tresor sowie in der Kommandozeile zur Verfügung.
Damit können Nutzer Passkeys nicht nur für den Zugriff auf ihren Keeper-Tresor, sondern auch für externe Webseiten und Anwendungen einsetzen – ohne Einbußen bei Komfort oder Sicherheit.
Die Einführung von Passkeys gewinnt auch in Organisationen an Bedeutung. Laut einem Bericht von Keeper Security nutzen bereits 80 Prozent der Unternehmen Passkeys oder planen deren Einführung. Häufig stehen sie jedoch vor der Herausforderung, Passwort- und passwortlose Verfahren parallel zu verwalten.
Die breite Unterstützung offener Standards soll es IT-Teams erleichtern, den Übergang in großem Maßstab zu gestalten und gleichzeitig die Sicherheit gegen Phishing und andere Bedrohungen zu erhöhen.