Magic-Quadrant »Enterprise Backup and Recovery Software Solutions 2021«

Gartner: Vielfältigkeit von Enterprise-Backup-and-Recovery-Lösungen immer wichtiger

Gartner: Vielfältigkeit Enterprise-Backup-and-Recovery-Lösungen immer wichtiger
Quelle: Gartner

In seinem neuen Magic-Quadranten führt Gartner einen Neuzugang und fordert mehr Vielfältigkeit: »Enterprise Backup and Recovery Software«-Lösungen sollen im Prinzip auf alles vorbereitet sein, egal ob lokal, in der Cloud oder in ausgelagerten Services. Zudem steht neben der Leistung die Sicherheit ganz oben im Pflichtenheft. Veeam bleibt der Marktführer.

Gartner veröffentlicht seinen Magic Quadrant for Enterprise Backup and Recovery Software Solutions für das Jahr 2021 (mit Stand Juli 2022). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich kaum etwas verändert. Veeam ist in der Rubrik Leader weiterhin führend, gefolgt vom Commvault, Veritas, Rubrik, Dell und Cohesity. Bei den Herausforderern (Challengers) rückt IBM etwas näher an den Leader-Quadranten heran. Druva kann sich bei den Visionären (Visonaries) verbessern. Neu dabei, der Backup-as-a-Service-Anbieter HYCU.

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Mit seinem BaaS-Modell betreibt HYCU ein Multi-Cloud-Konzept und unterstützt virtuelle und physische Workloads. HYCU Protege speichert Sicherungsdaten sowohl lokal als auch via AWS, Azure oder der Google Cloud Platform.

IT-Abteilungen sind laut Gartner dabei, ihre Backup-Infrastruktur neu zu gestalten und prüfen dabei auch neue Lösungen. Grund sei der Schutz von hybriden, SaaS- und Multicloud-Umgebungen, die Vorbereitung auf Ransomware-Angriffe sowie die Notwendigkeit, Backup und Datenmanagement zu vereinfachen.

Magic-Quadrant »Enterprise Backup and Recovery Software Solutions 2021«
Magic-Quadrant »Enterprise Backup and Recovery Software Solutions 2021«

Basis für den Quadranten ist die Gartner-Definition: »Enterprise-Backup- und Recovery-Software sind darauf ausgelegt, eine Point-in-Time-Kopie (Backup) von Unternehmens-Workloads in lokalen, hybriden, Multicloud- und SaaS-Umgebungen zu erstellen. Die Lösung muss in der Lage sein, die Daten auf ein sekundäres Speicherziel zu schreiben, um diese Daten im Falle eines Verlustes wiederherzustellen.«

Zu den Kernfunktionen gehören zudem die Erstellung von mehrerer Backup-Kopien, Disaster-Recovery sowie die Zuweisung mehrerer Sicherungs- und Aufbewahrungsrichtlinien. Die Software unterstützt bei der Definition der Wiederherstellungsziele und beim Monitoring und Reporting. Die von den Marktforschern bewerteten Lösungen können sowohl rein Software basiert sein, aber auch eine Appliance oder ein von einem Anbieter entwickelter und gehostetes Backup-as-a-Service sein.

Enterprise-Backup and Recovery: Vielfältigkeit immer wichtiger

Darauf sollten IT-Entscheider bei der Wahl ihrer Backup/Recovery-Lösung achten:

  • Die Sicherheit und Leistung des Backup-Systems sollten fester Bestandteil Ausschreibung bzw. Proof-of-Concepts (POC) sein. Priorisiert werden die Funktionen zum Schutz vor Ransomware und die Wiederherstellung nach großen Datenverlusten durch Cyberangriffe.
  • Eine breite Unterstützung verschiedener Data-Protection-Anforderungen sehen die Marktforscher ebenso als zwingend, wie die Sicherung von Anwendungen aus verschiedenen Quellen wie On-Premises, Cloud und SaaS.
  • Funktionen wie automatisches Tiering auf kostengünstigen Archivierungsspeicher und Unterstützung für mehrere Cloud-Anbieter ermöglichen es IT-Manager die Kosten und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.
  • Es gilt auch die wachsende Menge an von Daten an Edge-Standorten zu schützen. Das heißt, gefordert ist künftig die Unterstützung von containerisierten Anwendungen, Edge-Plattformen von Cloud-Service-Anbietern (CSP) und Backup-as-a-Service.

Weiterführende Links

Karl Fröhlich, speicherguide.de

Karl Fröhlich

speicherguide.de -

Chefredakteur

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