Ursache lag nicht am Update selbst

Microsoft behebt dauerhaft Abstürze und Spieleprobleme unter Windows 11

Windows 11
Bildquelle: sdx15/Shutterstock.com

Microsoft hat mit der Verteilung eines dauerhaften Fixes für ein bekanntes Problem begonnen, das auf Windows-11-Geräten zu Systemabstürzen führte.

Betroffene Nutzer berichteten unter anderem, dass Spiele nicht mehr starteten oder mit der Fehlermeldung EXCEPTION_ACCESS_VIOLATION einfroren, konkret bei den Titeln ARC Raiders, MARVEL Tōkon: Fighting Souls sowie The Finals auf Systemen mit Windows 11 24H2 und 25H2. Zunächst vermutete Microsoft die im August 2026 veröffentlichten Updates als Ursache, machte später jedoch Peripheriegeräte mit eingebauter RGB-Beleuchtung dafür verantwortlich. Solche Geräte installieren demnach häufig Treiber oder Softwarekomponenten mit Dateinamen, die dem Treiber inpoutx64 ähneln, was beim Start bestimmter Spiele auf betroffenen Systemen zum eigentlichen Auslöser des Fehlers wurde.

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Am Mittwoch bestätigte Microsoft schließlich, dass konkret der Treiber inpoutx64.sys für die Probleme verantwortlich ist, und begann mit der Verteilung einer Lösung, die den Treiber auf betroffenen Geräten deaktiviert. Sobald die Blockierung greift, informiert ein Hinweisfenster den Nutzer über die Deaktivierung, anschließend soll sich das jeweilige Spiel wieder regulär starten lassen.

Windows 11: Rollout binnen 24 Stunden, verpflichtend ab September-Update

Die Lösung wird derzeit an nicht von IT-Abteilungen verwaltete Windows-Consumer- und Businessgeräte verteilt und erfordert einen Systemneustart, um wirksam zu werden. Der Rollout begann am 26. August und soll innerhalb von 24 Stunden sämtliche betroffenen Geräte erreichen. Die entsprechende Treiberblockierung soll zudem fester Bestandteil der Windows-Sicherheitsupdates vom September 2026 sowie zukünftiger Veröffentlichungen werden.

Für unternehmensweit verwaltete Geräte, auf die der automatische Fix nicht ausgerollt wird, veröffentlichte Microsoft zusätzlich eine vorübergehende, manuelle Lösung über die Windows-Registrierung: IT-Administratoren müssen dafür den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\inpoutx64 aufsuchen, den Wert Start auf 4 setzen und das System anschließend neu starten, wobei Microsoft vorab ausdrücklich eine Sicherung der Registrierung empfiehlt. Laut eigenen Untersuchungen führe das Deaktivieren dieses Registrierungsschlüssels zu keinem unerwarteten Verhalten, bei Bedarf lasse sich der Treiber jederzeit wieder aktivieren, indem der ursprüngliche Wert wiederhergestellt wird.

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Bereits mehrfach ähnliche Probleme in der Vergangenheit

Microsoft hatte bereits in der Vergangenheit wiederholt mit ähnlichen, durch Windows-Updates verursachten Spielproblemen zu kämpfen. So hob das Unternehmen zuvor mehrere Update-Sperren auf, die Spielerinnen und Spieler von Star Wars Outlaws, Assassin’s Creed, Avatar: Frontiers of Pandora sowie Asphalt 8: Airborne zunächst am Umstieg auf die jeweils aktuelle Windows-Version gehindert hatten. Erst im Januar 2025 hatte Microsoft zudem eine weitere Kompatibilitätssperre entfernt, nachdem ein Fehler in der Windows-Funktion Auto HDR behoben worden war, der zuvor auf Windows-11-24H2-Geräten zu Einfrierungen bei einzelnen Spielen geführt hatte.

(red)

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