Sorge nach mutmaßlichen Sabotageversuchen

Drei Viertel der Haushalte halten Stromnetz für anfällig gegenüber Sabotage

Stromnetz

Nach mehreren in den vergangenen Tagen bekannt gewordenen mutmaßlichen Angriffsversuchen auf die deutsche Strominfrastruktur verweist der Digitalverband Bitkom auf eigene aktuelle Untersuchungen.

74 Prozent der deutschen Haushalte halten das Stromnetz für anfällig gegenüber Sabotage oder gezielten physischen Angriffen, etwa auf Leitungen oder Umspannwerke, 71 Prozent sehen zudem eine Anfälligkeit gegenüber Cyberangriffen.

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Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder erklärte dazu, die wiederholten mutmaßlichen Sabotageversuche der vergangenen Tage zeigten, dass die deutsche Energieinfrastruktur als Angriffsziel verwundbar sei und besser geschützt werden müsse, wobei es dabei nicht nur um physische Angriffe und Sabotage, sondern ebenso um Cyberangriffe gehe. Nach den Bitkom-Zahlen sagen 93 Prozent der Befragten, dass beim Umbau des Energiesystems Sicherheit genauso viel Gewicht erhalten sollte wie Klimaschutz und Kosten.

„Digitale Technologien spielen dabei eine Schlüsselrolle: Tausende Kilometer Stromnetze und eine Vielzahl dezentraler Anlagen lassen sich ohne digitale Überwachung und robuste Cybersicherheitsmaßnahmen weder zuverlässig absichern noch stabil betreiben. Sicherheit muss deshalb Teil des Umbaus unseres Energiesystems sein.“

Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer

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Stromnetze: Auch Haushalte sollen sich besser vorbereiten

Rohleder empfahl zudem, dass sich auch private Haushalte als Teil einer klugen Krisenvorsorge besser auf mögliche Stromausfälle einstellen sollten. Als konkrete Maßnahmen nannte er größere Pufferspeicher sowie kleinere Systeme für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, mit denen sich zumindest Internetzugang und Haustechnik für eine gewisse Zeit weiterbetreiben ließen.

(Bitkom/red)

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