Gespräche laufen

Stripe will offenbar PayPal: Kommt jetzt der Mega-Deal?

Stripe
Bildquelle: Poetra.RH/Shutterstock.com

Der Zahlungsdienstleister Stripe prüft Berichten zufolge eine mögliche Übernahme von PayPal – entweder ganz oder in Teilen.

Das nicht börsennotierte Unternehmen Stripe hat demnach vorläufiges Interesse an einer möglichen Übernahme des Digitalzahlungs-Dienstleisters PayPal oder dessen Vermögenswerte signalisiert. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, die anonym bleiben wollten. Beide Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab.

Anzeige

Die Überlegungen befänden sich noch in einem frühen Stadium, und es sei keineswegs sicher, dass daraus ein Geschäft werde, hieß es weiter. An der New Yorker Börse legte die PayPal-Aktie am Dienstag daraufhin um 6,7 Prozent auf 47,02 US-Dollar zu. Das entspricht einer Marktkapitalisierung von rund 43,3 Milliarden Dollar.

PayPal kämpft mit dem Wandel der Branche

PayPal wurde Ende der 1990er Jahre gegründet und gehörte zu den Vorreitern im digitalen Zahlungsverkehr. Seitdem hat das Unternehmen jedoch Mühe, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten. Konkurrenten wie Apple mit Apple Pay und Googles Google Pay haben dem einstigen Marktführer erhebliche Marktanteile abgenommen.

Zuletzt enttäuschte PayPal auch mit seinen Quartalszahlen: Sowohl Gewinn als auch Umsatz im vierten Quartal blieben hinter den Analystenerwartungen zurück, zudem verlangsamte sich das Zahlungsvolumen weiter. Auch auf Führungsebene herrscht Unruhe: CEO Alex Chriss wurde diesen Monat abgelöst. Sein Nachfolger Enrique Lores, bislang Aufsichtsratsvorsitzender, übernimmt den Chefposten offiziell am 1. März.

Anzeige

Stripe mit Rekordbewertung

Stripe hingegen befindet sich auf der Überholspur. Das Unternehmen gab am selben Dienstag bekannt, im Rahmen eines Mitarbeiter-Tender-Offers eine Bewertung von 159 Milliarden US-Dollar erreicht zu haben, und zählt damit zu den wertvollsten privaten Technologieunternehmen weltweit.

Ob aus dem Interesse eine konkrete Übernahme wird, bleibt abzuwarten. Angesichts der enormen Bewertungsunterschiede und der komplexen regulatorischen Rahmenbedingungen im Zahlungsverkehr dürfte ein solches Vorhaben kein einfaches Unterfangen sein.

Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

Anzeige

Weitere Artikel

Newsletter
Newsletter Box

Mit Klick auf den Button "Jetzt Anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.