Digitale Souveränität wächst

Schleswig-Holstein treibt Linux-Wechsel weiter voran

Schleswig-Holstein

Nach dem Ausstieg aus Microsoft 365 stellt die Staatskanzlei in Kiel nun auch ihre Rechner von Windows auf Linux um.

Das Land Schleswig-Holstein setzt seinen Kurs zur digitalen Souveränität fort und stellt die Arbeitsplatzrechner der Staatskanzlei von Windows auf Linux um. Das berichtete der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag.

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Über 200 Beschäftigte arbeiten bereits mit Linux

Nach Angaben von Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei und Minister für Digitalisierung, arbeiten in der Staatskanzlei bereits mehr als 200 Beschäftigte mit Linux. 20 Arbeitsplätze laufen wegen „technischer Abhängigkeiten“ bestimmter Fachanwendungen weiterhin unter Windows. Schrödter kündigte an, auch daran zu arbeiten.

Schleswig-Holstein hatte bereits 2025 für Aufsehen gesorgt, als das Land Microsofts Bürosoftware in rund 80 Prozent der Arbeitsplätze der Landesverwaltung durch die quelloffene Alternative LibreOffice ersetzte. Diese Umstellung sollte dem Land nach eigenen Angaben jährlich rund 15 Millionen Euro einsparen. Der jetzige Wechsel der Staatskanzlei von Windows zu Linux baut auf dieser Strategie auf und richtet sich an der 2024 veröffentlichten Open-Source-Strategie des Landes aus, mit der langfristig auch Produkte wie Nextcloud, Open-Xchange und Thunderbird proprietäre Lösungen wie Sharepoint und Exchange ersetzen sollen.

Deutschlandweite Open-Source-Bestrebungen

Deutschland gehört zu den Ländern, die ihre Abhängigkeit von US-amerikanischer Technologie verringern wollen, während europäische Hauptstädte zunehmend unter Druck der US-Regierung unter Präsident Donald Trump stehen. So sollen künftig alle Dokumente der öffentlichen Verwaltung in Deutschland ausschließlich in offenen Formaten wie dem Open Document Format vorliegen, proprietäre Alternativen wie Microsoft Word eingeschlossen.

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Auch Frankreich verfolgt einen vergleichbaren Weg: Die französische Regierung hat sich dazu verpflichtet, Windows auf den Arbeitsplätzen von 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes durch Linux zu ersetzen, einen genauen Zeitplan dafür gibt es bislang jedoch nicht.

(red)

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