Nach Angriff auf Grundbuchbehörde

Rumänien-Hacker knackt auch ungarische Finanzverwaltung

Magyar Államkincstár
Bildquelle: csikiphoto/Shutterstock.com

Der Hacker, der bereits für die Attacke auf die rumänische Grundbuchbehörde verantwortlich war, hat nun auch das ungarische Staatsschatzamt (Magyar Államkincstár) angegriffen.

Der Angriff auf die Behörde ereignete sich in der vergangenen Woche. Am Wochenende bestätigte das Staatsschatzamt den Vorfall gegenüber ungarischen Medien, wie risky.biz berichtet.

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Behörde spricht von begrenztem Schaden

Laut offizieller Mitteilung soll nur das Amt für landwirtschaftliche und ländliche Entwicklung (MVH) betroffen sein. Im Unterschied zum Fall in Rumänien seien nach Angaben der Behörde keine Daten gelöscht oder verloren gegangen.

Der Angriff lief aber offenbar nach demselben Muster wie in Rumänien ab. Zunächst wurden Daten aus den Systemen abgezogen. Anschließend kam eine Ransomware zum Einsatz, die als instabil und fehleranfällig gilt und Teile der Systeme verschlüsselte. Die betroffenen Bereiche des Schatzamts wurden mittlerweile vom Netz getrennt. Die ungarische Cybersicherheitsbehörde untersucht den Vorfall.

Ungepatchter Server als Einfallstor

Als Ursprung des Angriffs gilt ein Oracle WebLogic Server, für den kein aktuelles Sicherheitsupdate eingespielt worden war. Journalisten, denen Screenshots des Angreifers vorliegen, stufen den Zugriff auf die Systeme als äußerst umfangreich ein und bewerten den Vorfall als besonders schwerwiegend.

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Bereits bekannter Angreifer

Der Angriff wird einem Akteur zugeschrieben, der unter dem Namen ByteToBreach bekannt ist. Zunächst gab er an, weder die Herkunft noch die Bedeutung der Daten zu kennen. Später gestand er jedoch, aus finanziellen Gründen gehandelt zu haben.

Das entspricht dem bisherigen Vorgehen des Hackers. Seine Aktivitäten lassen sich bis fast ein Jahr zurückverfolgen und zielten bislang überwiegend auf finanziellen Gewinn ab, weniger auf politische Aussagen.

Im Zusammenhang mit dem früheren Angriff auf die rumänische Grundbuchbehörde hatte das Sicherheitsunternehmen KELA den Hacker als Zakaria Mahdjoub aus der algerischen Stadt Oran identifiziert. Diese Information könnte nun auch für die Aufklärung des Falls in Ungarn relevant sein.

(red)

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