Viele Unternehmen investieren derzeit in Künstliche Intelligenz, stoßen jedoch auf ein grundlegendes Problem: Die benötigten Daten liegen oft verteilt in unterschiedlichen Cloud-Plattformen, lokalen Rechenzentren, Data Lakes oder Geschäftsanwendungen.
Genau an diesem Punkt setzt eine neue Partnerschaft zwischen dem Softwareanbieter Qlik und dem Datenplattform-Spezialisten Starburst an.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, Daten aus unterschiedlichen Quellen einfacher nutzbar zu machen und gleichzeitig die Voraussetzungen für den produktiven Einsatz von KI zu verbessern.
Datenlandschaften werden zur Herausforderung für KI
Während sich KI-Modelle und intelligente Agenten rasant weiterentwickeln, kämpfen viele Unternehmen weiterhin mit fragmentierten Datenbeständen. Informationen befinden sich häufig in verschiedenen Systemen und Umgebungen, was eine einheitliche Nutzung erschwert.
Eine vollständige Zentralisierung aller Daten ist dabei nicht immer die ideale Lösung. Sie kann zusätzliche Kosten verursachen, die Datenverarbeitung verlangsamen und regulatorische Herausforderungen mit sich bringen. Gleichzeitig schränken verstreute Daten ohne einheitliche Definitionen und Governance-Strukturen die Leistungsfähigkeit von KI-Anwendungen erheblich ein.
Die Kooperation zwischen Qlik und Starburst soll einen Mittelweg schaffen. Statt sämtliche Daten an einem Ort zusammenzuführen, setzen beide Unternehmen auf einen föderierten Ansatz. Daten können dort verbleiben, wo sie gespeichert sind, während gleichzeitig ein einheitlicher geschäftlicher Kontext geschaffen wird.
Starburst bringt dabei Technologien für den Zugriff auf verteilte Datenquellen sowie Funktionen für Governance und Kontextmanagement ein. Qlik ergänzt dies durch Werkzeuge für Datenintegration, Replikation, Transformation und Analyse.
Dadurch sollen Unternehmen Daten flexibler nutzen können, unabhängig davon, ob sie in Cloud-, On-Premises- oder hybriden Umgebungen gespeichert sind.
Fokus auf vertrauenswürdige KI
Ein zentraler Aspekt der Zusammenarbeit ist die Bereitstellung vertrauenswürdiger Informationen für KI-Anwendungen. Denn moderne KI-Systeme benötigen nicht nur Zugriff auf Daten, sondern auch ein Verständnis ihrer Bedeutung und ihres geschäftlichen Zusammenhangs.
Laut den beteiligten Unternehmen sollen gemeinsame Geschäftsdefinitionen und konsistente Datenmodelle dazu beitragen, dass Analyse- und KI-Ergebnisse nachvollziehbarer und verlässlicher werden. Dies gilt sowohl für klassische Business-Intelligence-Anwendungen als auch für autonome KI-Agenten.
Neue Funktionen für Datenpipelines und Analysen
Im Rahmen der Partnerschaft arbeiten beide Anbieter außerdem an KI-gestützten Datenpipelines. Diese sollen natürliche Spracheingaben automatisch in optimierte SQL-Abfragen übersetzen. Ziel ist es, Dateningenieure bei der Entwicklung von Datenprozessen zu entlasten und die Erstellung von Analyse-Workflows zu beschleunigen.
Darüber hinaus wurden bereits Referenzarchitekturen für Unternehmen entwickelt, die in regulierten Branchen oder komplexen Multi-Cloud-Umgebungen tätig sind. Diese sollen den Einsatz moderner Daten- und Analyseplattformen vereinfachen.
Für Anwender steht vor allem die größere Wahlfreiheit im Vordergrund. Unternehmen sollen bestehende Datenplattformen weiterhin nutzen können, ohne umfangreiche Migrationen oder einen vollständigen Plattformwechsel durchführen zu müssen.
Durch die Kombination von Datenzugriff, Governance und Analysefunktionen wollen Qlik und Starburst die Grundlage schaffen, damit Unternehmen ihre vorhandenen Datenbestände effektiver für Business Intelligence und KI-Anwendungen nutzen können – unabhängig davon, wo diese Daten gespeichert sind.