Equal Pay Day am 7. März

Personalberater müssen jetzt eine Extrameile für Frauen gehen

Noch immer verdienen Frauen im Durchschnitt 18 Prozent weniger als Männer. Das liegt großenteils daran, dass sie weniger Karriere machen.  Aber auch in vergleichbaren Positionen werden sie vielfach schlechter bezahlt als Männer.

Anlässlich des Equal Pay Days am 7. März und des International Women’s Days am 8. März rät Arne Adrian, Geschäftsführer von PAWLIK Recruiters und Vorstand des Fachbereichs Personalberatung im BDU, was Personalberater für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Beruf tun können.

Anzeige

Sechs Empfehlungen für HR-Entscheider und Personalberater

  1. Gehaltsvergleich ermöglichen. Lassen Sie mehr Transparenz über die Gehälter in vergleichbaren Positionen zu. Solange Frauen nicht wissen, was ihre männlichen Kollegen verdienen, schlagen sie beim Jobwechsel nur eine gewisse Prozentzahl auf ihre vorheriges Gehalt auf – und laufen ihrem Rückstand ein Leben lang hinterher.
     
  2. Das vorherige Gehalt im Interview ausklammern. Im Vorstellungsgespräch wird traditionell nach dem vorherigen Gehalt gefragt. Der zugestandene Zuwachs orientiert sich daran. Auch damit zementieren Sie den Status quo. Streichen Sie diese Frage.
     
  3. Suchradius erweitern. In bestimmten Berufsfeldern stoßen Sie auf eine geringere Anzahl an weiblichen Bewerbern im Auswahlprozess. Denken Sie über vergleichbare Industrien oder Wirtschaftszweige nach, in denen Sie aktiv nach Kandidatinnen suchen können.
     
  4. Mehr Offenheit für unterbrochene Karrieren. Legen Sie sie sich nicht auf konsistente Karrieren fest. Wenn Frauen während ihrer Laufbahn Kinder bekommen, wird die berufliche Entwicklung unter Umständen gestört. Aber wie wichtig ist die Lücke? Überprüfen Sie, was wirklich an berufsrelevanter Erfahrung fehlt und wie dies nachgeholt werden kann.
     
  5. Soft Skills einberechnen. Mit den in der Elternzeit erworbenen Soft Skills sind Frauen besonders schnell darin, sich neu zu organisieren und fehlendes Know-how nachzuholen.
     
  6. Teilzeit auch in gehobenen Positionen. In Bezug auf die Erreichbarkeit von Führungskräften muss in den Unternehmen ein Umdenken stattfinden. Organisieren sie Meeting grundsätzlich so, dass die Teilzeitkräfte teilnehmen können, zum Beispiel vormittags. Personalberater sollten diese Aspekte in den Ausschreibungen sichtbar machen.

www.pawlik-recruiters.com
 

Weitere Artikel

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button “Zum Newsletter anmelden” stimme ich der Datenschutzerklärung zu.