Open Systems nutzt 35 Jahre Betriebsdaten für seine SASE-Plattform: KI-Agenten unterstützen Netzwerke, Menschen behalten Kontrolle.
Der Schweizer Netzwerkspezialist Open Systems richtet seine SASE-Plattform (Secure Access Service Edge) auf den Einsatz künstlicher Intelligenz aus. Kern der neuen Architektur ist die sogenannte „AI Matrix“ , ein Verbund spezialisierter KI-Agenten, die auf die Betriebsdaten und Entscheidungen aus 35 Jahren Netzwerk- und Sicherheitsbetrieb zugreifen. Der Kundenkontakt erfolgt über die Schnittstelle „Lucy“.
Datengrundlage und menschliche Kontrolle
Die KI-Agenten greifen auf historische Protokolle, Firewall-Daten, Incidents und Support-Tickets zurück, um Netzwerkprobleme einzuordnen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Zur Vermeidung von Fehlentscheidungen agiert die KI innerhalb vordefinierter Grenzen:
- Sicherheitsregeln: Handlungsgrenzen der KI-Agenten werden vor der Freigabe durch Level-3-Engineers definiert und getestet.
- Menschliche Freigabe: Kritische Änderungen im Netzbetrieb erfordern weiterhin die explizite Zustimmung des Nutzers oder der Betreiber.
- Datenschutz: Rohdaten einzelner Kunden bleiben getrennt; für systemübergreifende Analysen werden ausschließlich anonymisierte Muster genutzt.
Drei wählbare Betriebsmodelle
Unternehmen können die Plattform je nach eigenem Ressourcenbedarf in drei Varianten nutzen:
- Self-serve Platform: Eigenständiger Betrieb durch den Kunden inklusive Anbindung an bestehende Schnittstellen.
- AIOps: Hybrider Betrieb, bei dem das Kundenteam durch KI-Agenten bei Routineaufgaben entlastet wird.
- Mission Control: Vollständiger Betrieb als Managed Service durch Open Systems und dessen Analysten.
Funktionen und Verfügbarkeit der SASE-Plattform
Die Schnittstelle Lucy kann bereits Firewall-Regeln analysieren und Fehlerursachen bei Proxys oder Gateways aufschlüsseln. Derzeit werden weitere Agenten für die Analyse von Datenverkehr und Web-Gateways ausgerollt. Die SASE-Plattform sowie der verwaltete Dienst Mission Control sind ab sofort verfügbar, während erweiterte AIOps-Funktionen schrittweise integriert werden.
(red/Open Systems)