Während der ersten Oktoberfestwoche 2026 ist der mobile Datenverkehr auf der Münchner Theresienwiese erneut gestiegen.
Nach Angaben der Telekom wurden 154 Terabyte Daten übertragen, mehr als drei Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
5G übernimmt einen großen Teil des Verkehrs
Mehr als die Hälfte des auf dem Festgelände übertragenen Datenvolumens lief bereits über das 5G-Netz. Die steigende Datennutzung hängt unter anderem damit zusammen, dass Besucherinnen und Besucher zunehmend hochauflösende Fotos und Videos über mobile Netze teilen.
Auch beim Telefonieren wurde eine neue Marke erreicht: Im Telekom-Netz wurden während der ersten Wiesnwoche mehr als eine Million Gespräche geführt.
Der bislang datenintensivste Tag war der zweite Sonntag des Oktoberfests. Allein an diesem Tag kamen 39,61 Terabyte zusammen. Das entspricht laut Telekom ungefähr dem Datenvolumen von 7,9 Millionen hochauflösenden JPEG-Fotos mit jeweils fünf Megabyte.
Zusätzliche Mobilfunktechnik für die Wiesn
Um die hohe Netzauslastung abzufangen, hat die Telekom ihre Infrastruktur für das Oktoberfest 2026 erweitert. Insgesamt kamen 14 zusätzliche temporäre Mobilfunkstandorte hinzu. Vier davon wurden in Festzelten installiert, zehn weitere befinden sich auf dem Festgelände.
In den Zelten werden LTE-Frequenzen bei 1.800, 2.100 und 2.600 Megahertz sowie 5G bei 2.100 und 3.600 Megahertz eingesetzt.
Auf den zusätzlichen Masten außerhalb der Festzelte kommt neben LTE 900 in diesem Jahr erstmals auch LTE 1.500 zum Einsatz. Die zusätzliche Frequenz wird insbesondere für Datenübertragungen genutzt und soll an stark frequentierten Standorten zusätzliche Kapazitäten schaffen.
Hohe Belastung durch viele parallele Verbindungen
Bei einer Großveranstaltung wie dem Oktoberfest müssen Mobilfunknetze gleichzeitig eine große Zahl an Verbindungen bewältigen. Neben Telefonaten und Nachrichten steigt insbesondere die Menge der übertragenen Bild- und Videodaten.
Die zusätzlichen temporären Standorte und Frequenzen sollen deshalb dafür sorgen, dass auch bei hoher Auslastung ausreichend Kapazität für die Besucher zur Verfügung steht. Der Rekordwert der ersten Wiesnwoche zeigt zugleich, wie stark sich das Nutzungsverhalten bei Großveranstaltungen in Richtung datenintensiver mobiler Anwendungen verschiebt.
(red/Telekom)