Microsoft stattet Teams mit einer Sicherheitsfunktion aus, die Nutzer vor Betrugsanrufen warnen soll. Das System erkennt verdächtige Anrufer, die sich als bekannte Unternehmen oder Behörden ausgeben.
Der Softwarekonzern Microsoft erweitert seinen Kommunikationsdienst Teams um eine Funktion zum Schutz vor Betrugsversuchen. Die “Brand Impersonation Protection” genannte Technologie soll Nutzer warnen, wenn externe Anrufer versuchen, sich als vertrauenswürdige Organisationen auszugeben. Ab Mitte Februar wird die Funktion ausgerollt und ist ohne weitere Konfiguration aktiv.
Warnung vor verdächtigen Erstanrufen
Das System überprüft eingehende VoIP-Telefonate von bisher unbekannten externen Kontakten auf Hinweise, die auf einen Betrugsversuch hindeuten könnten. Schlägt die Analyse an, erscheint eine Warnung, bevor der Anruf angenommen wird. Der Nutzer kann dann entscheiden, ob er das Gespräch annimmt, blockiert oder beendet.
Falls während des Telefonats weiterhin verdächtige Anzeichen auftreten, bleibt die Warnung auch im Gesprächsverlauf sichtbar. Mit dieser Maßnahme will Microsoft Social-Engineering-Attacken eindämmen, bei denen Kriminelle sich als seriöse Firmen oder staatliche Stellen ausgeben, um an vertrauliche Daten oder Geld zu gelangen.
Microsoft sagt in einer Mitteilung an Kunden, dass die Neuerung Teil der fortlaufenden Bemühungen sei, die Identität von Anrufern zu schützen und die sichere Zusammenarbeit zu verbessern. Die Funktion reduziere Risiken durch Social Engineering und erhöhe die Mandantensicherheit bei externen Erstkontakten.
Vorbereitung der Support-Teams empfohlen
Die Aktivierung erfolgt automatisch, Administratoren müssen nicht eingreifen. Dennoch rät Microsoft Unternehmen, ihre Support-Mitarbeiter auf Rückfragen zu den neuen Warnhinweisen vorzubereiten. IT-Verantwortliche sollten Schulungsmaterialien anpassen und Helpdesk-Teams informieren, dass ab Februar entsprechende Meldungen bei Nutzern auftreten können.