Zuckerberg fordert Regelerleichterungen

Meta veröffentlicht KI-Modell Muse Glimmer

Bildquelle: Robert Way/Shutterstock.com

Meta hat mit Muse Glimmer ein neues, offen zugängliches KI-Modell veröffentlicht.

Anders als die eigenen bisherigen Spitzenmodelle ist Muse Glimmer deutlich kleiner ausgelegt als führende Modelle konkurrierender Anbieter. Das am 10. August vorgestellte Modell ist gezielt für agentenbasierte Aufgaben konzipiert und lässt sich bereits auf einem gewöhnlichen Mac oder PC mit einer einzelnen Grafikkarte betreiben. Meta reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach KI-Systemen, die direkt auf den Geräten der Nutzer laufen, statt auf große Rechenzentren angewiesen zu sein.

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Offene, sogenannte Open-Weight-Modelle sind in der Regel günstiger als die geschlossenen Spitzenmodelle großer Anbieter wie OpenAI oder Anthropic und stellen zudem zentrale Modellbestandteile öffentlich zur Anpassung bereit. Meta kündigte an, in den kommenden Monaten weitere derartige Modelle zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung erfolgt, während Meta seine Position im KI-Wettbewerb nach der Gründung eines eigenen, kostspieligen Superintelligence-Teams im vergangenen Jahr weiter zu stärken versucht.

Zuckerberg verweist auf chinesische Konkurrenz bei offenen Modellen

Zuckerberg erklärte in einer begleitenden Stellungnahme, die USA müssten ihre Regeln überdenken, wenn heimische Unternehmen künftig bei offenen KI-Modellen führend sein sollten. Derzeit lägen chinesische Start-ups bei offenen Modellen vorn, etwa mit Moonshots Kimi K3, Alibabas Qwen3.8-Max sowie DeepSeeks V4-Flash, deren Leistung mit Spitzensystemen US-amerikanischer Anbieter mithalten könne. Die führenden Modelle der US-Entwickler OpenAI, Anthropic und Googles Muttergesellschaft Alphabet seien dagegen geschlossen. Wörtlich erklärte Zuckerberg:

„Ausländische Labore haben hier derzeit mehrere Vorteile, da amerikanische Labore viele zusätzliche Beschränkungen bei Trainingsdaten einhalten müssen. Die US-Politik muss diese zusätzliche Reibung verringern, wenn amerikanische Open-Source-Modelle auf Dauer führend sein sollen.“

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Mark Zuckerberg, Meta-Chef

Zuckerbergs Vorstoß fällt in eine Phase, in der offene KI-Modelle laut Beobachtern generell an Bedeutung gewinnen, da Unternehmen zunehmend vor stark steigenden KI-Rechnungen zurückschrecken und zugleich Sicherheitsbedenken nach jüngeren Vorfällen bei Modellen von Anthropic, OpenAI und Meta selbst wachsen.

(red)

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