Die Erkennungsrate von Malware sank im Juni 2026 laut Acronis den zweiten Monat in Folge auf 6,0 Prozent. Weltweit wurden 705 Datenschutzverletzungen gemeldet.
Neben der gesunkenen Malware-Erkennungsrate ging laut Acronis auch die normalisierte Zahl blockierter schädlicher URLs in den meisten Hauptmärkten im Vergleich zum Mai um mehr als 0,5 Prozent zurück, wenn auch mit Anstiegen in einzelnen Ländern. Zu den am häufigsten erkannten Bedrohungen zählten weiterhin die IoT-Botnetz-Malware Mirai sowie der Infostealer AgentTesla.
Verschiebungen bei Ransomware-Gruppen
Bei den Ransomware-Akteuren führte im Juni die Gruppe The Gentlemen die Rangliste mit 91 bekannten Opfern an, vor Qilin mit 78 und LockBit 5.0 mit 53 Fällen. Qilin verlor damit seine Spitzenposition aus dem Mai, als die Gruppe noch 111 Opfer verzeichnete. Markus Fritz, General Manager DACH bei Acronis, erklärte dazu:
„Die Statistiken zeigen, dass sich die Bedrohungslage nicht einfach linear verschärft oder entspannt, sondern fortlaufend verändert. Für Unternehmen ist deshalb weniger ein einzelner Monatswert entscheidend als die Fähigkeit, neue Angriffsmuster frühzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen flexibel anzupassen.“
Markus Fritz, General Manager DACH bei Acronis
Deutschland unter dem Durchschnitt der am stärksten betroffenen Länder
In Deutschland sank die normalisierte Erkennungsrate schädlicher URLs von 10,7 Prozent im Mai auf 9,8 Prozent im Juni. Am stärksten betroffen waren Kolumbien mit 12,9 Prozent, Indien mit 12,8 Prozent und die USA mit 12,0 Prozent. Bei den Malware-Erkennungsraten lagen Palästina mit 42,6 Prozent, Vietnam mit 32,1 Prozent und der Irak mit 31,4 Prozent vorn, wobei die Rate im Irak im Vergleich zum Vormonat um vier Prozentpunkte anstieg.
(Acronis/red)