Abgelaufenes Zertifikat

Logitech-Störung: Software unter macOS lahmgelegt

Logitech
Bildquelle: mofaez/Shutterstock.com

Ein abgelaufenes Apple-Developer-Zertifikat hat die Logitech-Anwendungen Logi Options+ und G HUB unter macOS funktionsunfähig gemacht. Nutzer hochwertiger Peripheriegeräte wie der MX Master-Mäuse können zentrale Funktionen nicht mehr verwenden.

Logitech bestätigte das Problem und kündigte eine baldige Lösung an. Das Unternehmen versichert, dass gespeicherte Nutzerprofile und Einstellungen nicht verloren gehen. Die Behebung soll ohne Versionsupdate erfolgen. Die Software wird lediglich mit einem gültigen Zertifikat neu signiert.

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Zertifikatsablauf führt zu Systemblockade

Betroffen sind die Anwendungen Logi Options+ und G HUB, mit denen sich Logitech-Geräte konfigurieren lassen. Options+ ist die aktuelle Software für professionelle Eingabegeräte wie MX Master-Mäuse und MX Keys-Tastaturen. G HUB richtet sich an Gaming-Hardware.

Apple verlangt von Entwicklern die Signierung ihrer Software mit zeitlich begrenzten Zertifikaten, die üblicherweise fünf Jahre gültig sind. Nach Ablauf verweigert macOS den Start der Anwendung. In den Systemprotokollen erscheint der Fehler “Trust evaluate failure: [leaf TemporalValidity]”, der auf ein ungültiges Zertifikat hinweist.

Windows-Nutzer sind von dem Ausfall nicht betroffen.

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Eingeschränkte Funktionalität sorgt für Ärger

Ohne die Konfigurationssoftware arbeiten die betroffenen Geräte nur noch mit Standardfunktionen. Individuelle Tastenbelegungen, angepasstes Scrollverhalten und anwendungsspezifische Profile stehen nicht zur Verfügung. Betroffen sind unter anderem die MX Master-Reihe, MX Keys-Tastaturen, die Gaming-Maus G502 und Geräte der Ergo-Serie.

In Online-Foren zeigten sich Nutzer verärgert über die Panne, die durch rechtzeitige Zertifikatserneuerung vermeidbar gewesen wäre. Verschiedene Lösungsversuche wie Neuinstallation oder Start im abgesicherten Modus blieben erfolglos.

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Provisorische Abhilfen mit Einschränkungen

Bis zur offiziellen Lösung kursieren in der Community mehrere Workarounds: Das Zurückstellen der Systemuhr auf ein Datum vor dem 5. Januar umgeht die Zertifikatsprüfung, kann aber andere Programme beeinträchtigen. Alternativ lässt sich die ältere Logi-Options-Software installieren, die noch über gültige Zertifikate verfügt – allerdings ohne neuere Funktionen. Manche Nutzer blockieren den Internetzugang der Anwendung, um Validierungsprüfungen zu verhindern.

Logitech rät davon ab, Konfigurationsdateien zu löschen, da diese bei der Wiederherstellung benötigt werden.

Lars

Becker

Redakteur

IT Verlag GmbH

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